Zweiter Reaktorblock in Krsko

Katja143, CC BY-SA 4.0

Energiegenehmigung wurde erteilt

Energie-genehmigung für zweiten Reaktorblock in Krsko


Am 19. Juli 2021 hat das Infrastrukturministerium eine Energiegenehmigung für den zweiten Reaktorblock in Krsko erteilt. Der slowenische Infrastrukturminister Jernej Vrotec betont aber auch, dass das keine endgültige Entscheidung für die Investition sei. Mit dieser Genehmigung kann man eine breite öffentliche Diskussion in Gang setzen und das nicht nur auf Expertenebene, sondern auch unter den Bürgern. Auch der Investor, das Staatsunternehmen Gen Energija, kann jetzt die nötigen Genehmigungsverfahren einleiten. Erst wenn es einen gesellschaftlichen Konses gibt, werden die Verfahren für die Standortfestlegung, Baugenehmigungen etc. begonnen bzw. eingeholt. 

Das ist geplant

Eine Anlage mit modernem Druckwasserreaktor, der eine Leistung von 1.100 MW hat. Der Reaktor soll dann jährlich fast 9.000 Gigawattstunden Strom erzeugen. Die Lebensdauer eines solchen Reaktors beträgt etwa 60 Jahre. Der Minister betonte und garantiert, dass es sich um die modernste Technologie für ein Kernkraftwerk mit der bestmöglichen Sicherheit handelt.

Widerstand aus Österreich

Österreich hat sich bereits gegen die Langzeitverlängerung der bestehenden Anlage in Krsko geäußert. Der slowenische Infrastrukturminister respektiert die Position der Nachbarländer, sagt aber auch, dass jedes Land selbst seinen „Energiemix“ bestimmt.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer hat sich ebenso dazu geäußert:

„Wir sind verwundert über den Beschluss des slowenischen Parlaments, dass es zu einer Erweiterung des AKW Krsko kommen soll, während anderswo Atomkraftwerke geschlossen werden. Wir haben immer länderübergreifende Umweltverträglichkeitsprüfungen gefordert. Außerdem müssen die maximalen Sicherheitsstandards gewährleistet sein. Dennoch werden wir wie bisher auf Gespräche mit Slowenien setzen und diese auch fortführen“, ergänzt Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer.“

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