Zweigelt soll umbenannt werden

Darum bekommt er einen neuen Namen

Zweigelt soll in "Blauer Montag" umbenannt werden 

Der Zweigelt soll umbenannt werden. Die Umbenennung der Rotweinrebe sei längst überfällig, stellte das "Institut ohne direkte Eigenschaften"  fest. Im Rahmen der Aktion "Abgezweigelt" wurde bei einer Pressekonferenz in Wien der neue Wunschname "Blauer Montag" vorgestellt. Die Namensänderung soll auf die nationalsozialistische Vergangenheit Friedrich "Fritz" Zweigelts aufmerksam machen. 

 Friedrich "Fritz" Zweigelt stammt aus der Steiermark. Ihm gelang 1922 die Kreuzung der Sorten St. Laurent und Blaufränkisch. Die Züchtung nannte er in der Folge Rotburger. Im Jahr 1975 - Zweigelt war zu diesem Zeitpunkt bereits tot - erhielt die Rebsorte durch die Qualitätsweinrebsorten-Verordnung den Namen seines Schöpfers. Damit wird für die "Abgezweigelt"-Initiatoren "eine traurige Wahrheit sichtbar": Die österreichische Weinwirtschaft schweige sich wie kein anderer Wirtschaftszweig über die nationalsozialistische Vergangenheit aus. Schließlich sei Friedrich Zweigelt ein "glühender Nazi" und seit dem April 1933 NSDAP-Mitglied gewesen. Dass die Namenswahl trotz Zweigelts Vergangenheit auf ihn fiel und zudem seit 2002 jährlich der Dr. Fritz Zweigelt-Preis verliehen wird, stößt den Initiatoren sauer auf. 

Zwei Vinzer für "Blauer Montag"

Bisher haben sich zwei Winzer - Friedl Umschaid aus dem nördlichen Weinviertel und Maximillian Brustbauer aus der Wachau - gefunden, die den Wein künftig unter dem Namen "Blauer Montag" in Verkehr bringen. Der erste Gastronomiebetrieb, der den "Blauen Montag"-Wein ab Februar 2019 anbieten wird, ist das Cafe Vindobona im 20. Wiener Gemeindebezirk. Dabei soll auch über den Hintergrund des Weins aufgeklärt werden.

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