Zu viel Lärm für unsere Ohren

Musikhören, Homeoffice & Co

Jeder Fünfte leidet


Die tägliche Lärmbelastung nimmt immer mehr zu und damit auch das Risiko die eigenen Ohren zu schädigen. Vor allem Jugendliche setzten sich diesem Risiko wegen zu lauter Musik immer häufiger aus. Aber auch das lange Tragen von Kopfhörern im Homeoffice kann für die Ohren auf Dauer belastend sein. Die Folge davon ist häufig ein Tinnitus.

Die größten Lärmquellen im Alltag

Der Straßenverkehr ist dabei die Hauptlärmquelle. Gefolgt von Schienenverkehr, Flugverkehr und Industrie. Andreas Grill, Hörakustikmeister und Hörtrainer von Neuroth sagt: „Lärm ist in unserem Alltag allgegenwärtig, wird aber nach wie vor unterschätzt. Deshalb nehmen wir oft gar nicht mehr bewusst wahr, dass ständige Lärmbelästigung unser Gehör auf Dauer gefährden kann. Das Thema verlagert sich vom Arbeitsplatz auch zunehmend in den privaten Bereich“

Egal ob im Homeoffice oder beim Musikhören, die stundenlangen Telefon- und Videokonferenzen können sich auf das Gehör auswirken. Viele tragen im Homeoffice über einen längeren Zeitraum Kopfhörer. Andreas Grill empfiehlt daher immer wieder zwischendurch eine Pause zu machen und auf die richtige Lautstärke zu achten. Beim Musikhören über In-Ear-Kopfhörer können oft Spitzen bis zu 110 dB erreicht werden. Die kritische Grenze hingegen liegt ab einer gewissen Dauer bei 85 dB. 


Auswirkungen auf die Gesundheit


Die zweithäufigste Auswirkung von zu viel Lärm ist eine „Lärmschwerhörigkeit“ nach der Altersschwerhörigkeit. In Österreich ist sie auch die häufigste Berufskrankheit. Feine Haarzellen im Innenohr knicken und sterben ab. Dadurch kommt es zu einer dauerhaften Hörminderung. Es klingt dumpf, das Sprachverstehen wird schwierig und auf kommt ein Tinnitus noch dazu. Auch auf die Psyche hat der Lärm eine Auswirkung. Ab einer Belastung von rund 55 Dezibel fällt es einem schwieriger sich zu konzentrieren. Auch ein erhöhter Stresspegel, Bluthochdruck, Schlafstörungen oder ein erhöhtes Herzinfarktrisiko können weitere Folgen sein.

Deshalb - achte auch deine Ohren

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