Zeitumstellung

Schlecht für die Gesundheit?

Sommerzeit - negativ für unsere Gesundheit?

Die Folge für den  Menschen ist in erster Linie ein "Mini-Jetlag". Von diesem sind Kinder  und Jugendliche am stärksten betroffen, hatte die  MedUni Wien zur  Zeitumstellung im Frühjahr 2017 mitgeteilt. Generell sei die Umstellung  nicht mehr zeitgemäß und unnötig, sagte Schlafforscher Gerhard Klösch  von der Universitätsklinik für Neurologie.

Der menschliche Organismus gleicht sich automatisch an den natürlichen Rhythmus des Lichts an. "Dazu brauchen wir keine Zeitumstellung. Licht  ist ein optimaler Zeitgeber",  erläuterte Klösch. Der Wechsel auf Sommerzeit kostet Kinder und  Jugendliche laut Untersuchungen effektiv 32 Minuten  Schlaf. Dieses  Minus kann sich über zwei Wochen hinziehen. Es gibt aber auch  Schlafforscher, die den Menschen für anpassungsfähig genug halten, sich  auf die halbjährliche Zeitumstellung einzustellen.

Auch Tiere leiden an der ZeitUmstellung 

Bei  Haustieren empfehlen NGOs eine schrittweise Umstellung in den Tagen vor  dem Wechsel. Kühe haben beispielsweise auch feste Zeiten, wann sie  gefüttert und gemolken werden. Viele Bauern versuchen daher ebenfalls,  die Fütterungszeiten nach und nach anzupassen. Trotzdem kann es   passieren, dass Kühe über mehrere Tage weniger Milch geben.

Energie und Kosten sparen durch Zeitumstellung?

Eingeführt  wurde die Sommerzeit 1973 in Europa anlässlich der Ölkrise und mit dem  Hintergrund, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine  Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden.  Frankreich machte damals den Anfang. In Österreich wurde die  Zeitumstellung erst 1979 eingeführt. Laut Wien Energie spart man durch  die Zeitumstellung allerdings keine Energie und keine Kosten. 

Quelle: APA

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