Wirtesterben

Wenn das gute alte Wirtshaus zu macht

Eine Allergenverordnung hier, Rauchverbot da, oder doch keines, natürlich ist Barrierefreiheit ein muss, so auch die Registrierkassenpflicht – die Liste der Dinge, die Wirte zusätzlich zum Tagesbetrieb beschäftigen, ist lange. Auflagen und Kontrollen häufen sich. Ja, unsere Wirte hatten in den letzten Jahren einiges zu tun.

Fast jeden Tag sperrt ein Betrieb zu

Da kommt es nicht überraschend, dass viele Gasthauskinder den Betrieb nicht übernehmen wollen. Die Zahlen sprechen für sich: In den letzten 20 Jahren haben über 40 Prozent aller Gasthäuser zugesperrt. Insgesamt haben schon über 7000 Betriebe die Türen geschlossen.

"Was du dir angetan hast Mama, das tun wir uns nicht an."

Der hohe Aufwand, Kosten und lange Arbeitszeiten lassen den Beruf erblassen. Dennoch gibt es viele Gründe, warum es sich lohnt für den Betrieb zu kämpfen und als Gastwirt zu blühen.

Ein Wirt ist von Menschen umgeben, die sich die Zeit nehmen, um mit Freunden und Familie zu speisen. Gute Gespräche und Geschichten begleiten ihn durch den Tag. Es gibt viele Möglichkeiten, sich und den Gästen etwas schönes aufzubauen.

Steiermark Reporter Walter Wenegger hat sich mit Sonja Waldner vom Gasthof Peterhof in Gratkorn getroffen und herausgefunden, warum Wirte aussterben.

Verlust von über 40 Prozent

Unser Reporter hat auch mit Klaus Friedl von der Fachgruppe Gastronomie über die Situation am Land gesprochen. Klaus Friedl weiß um die Zahlen Bescheid. Er weiß aber auch, was ein Gastronom unternehmen muss, um zu bestehen und sich weiterhin am Wirtdasein zu erfreuen. Sich Spezialisieren und etwas anderes anbieten als die Konkurrenz, ist ein Rat von vielen.

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