Wettlauf gegen die Zeit

Symbolfoto

Rettungsaktion am Dachstein

Such- und Rettungsaktion


Am 25.08. kurz nach 19 Uhr erhielt die Landeswarnzentrale einen Notruf. Ein 50-jähriger Deutscher war unterhalb der Scheichenspitze abgestürzt. Der Mann konnte nicht genau sagen, wo im Dachsteinmassiv er sich befand und auch die Verbindung war schlecht. 

Der Rettungshubschrauber C14 stieg mit einem erfahrenen Bergretter aus der Ramsau zur Suche auf. Am Boden nahmen die Helfer Kontakt mit der Frau des Urlaubers auf. Dank einem Foto, das der Mann am Vormittag an seine Frau verschickt hatte,  konnte die Suche auf den Ramsauer Klettersteig und der Scheichenspitze eingegrenzt werden. 

Wettlauf gegen die Zeit


Der Einsatz der Bergretter mit dem Hubschrauber wurde aufgrund der einberechnenden Dunkelheit immer schwieriger. Deshalb wurden weitere Bergretter ins Einsatzgebiet geflogen, um eine mögliche Bergung vom Boden aus durchführen zu können.

Beim letzten Rückflug schaffte es die Bergrettung, den Mann zu orten. Mit Hilfe der Taschenlampe auf seinem Smartphone konnte der 50-Jährige die Retter zu ihm lotsen. Da der Rettungshubschrauber aber nicht mehr genug Sprit hatte, um den Mann mit dem Seil zu bergen,, stieg eine Alouette III des Bundesheeres auf. Ihnen gelang es, den Deutschen mit einer Windenbergung aus der steilen Wand zu retten.

Der Mann war bereits dehydriert und hatte eine klaffende Schädelverletzung. Der C14-Pilot war sich nicht sicher, ob er die Nacht überlebt hätte. Dank der perfekten Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte der Deutsche geborgen werden. Er wurde ins Spital gebracht.

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