Welcher Lerntyp bin ich?

So unterschiedlich lernen wir

Zum Lernen gebrauchen wir unsere Sinnesorgane. Der Lernstoff gelangt über sie in unser Gedächtnis. Da sie bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt sind, gibt es unterschiedliche Lerntypen. 


Die 4 Lerntypen



1. der AUDITIVE LERNTYP - LERNEN DURCH ZUHÖREN

Der auditive Lerntyp lernt am besten, wenn er den Stoff hört.

  • Auditive Lerntypen führen oft Selbstgespräche beim Lernen. Sie sagen sich die Lerninhalte laut vor oder erzählen anderen davon.
  • Mündliche Aufgaben liegen dem bevorzugt auditiv Lernenden am besten.
  • Er fühlt sich durch Umgebungsgeräusche schnell gestört und mag meist keine Musik im Hintergrund. Allerdings lernen auditive Lerntypen gerne mit musikalischer Untermalung auswendig, z.B. das Einmaleins.
  • Lernsprüche sind für auditive Lerntypen ebenfalls eine wichtige Hilfe.

2. DER VISUELLE LERNTYP - LERNEN DURCH SEHEN

Der visuelle Lerntyp merkt sich Inhalte am besten, wenn er sie in Form von Mindmaps, Bildern oder Grafiken vor sich sieht.

  • Er schreibt gerne mit und nimmt Informationen durch Sehen auf bzw. lässt sie sich gerne zeigen.
  • Er erinnert sich besonders an das, was er selbst gelesen und gesehen hat. Farbige Stifte, Marker, Flipcharts, Videofilme oder Fernsehbeiträge zum Thema helfen ebenso wie geistige Bilder, die er sich zum vorgetragenen Lerninhalt macht.
  • Gut geeignet sind Lern- bzw. Erklärvideos auf youtube oder Online-Nachhilfe.
  • Dieser Lerntyp lässt sich übrigens leicht durch Unordnung ablenken. Ein aufgeräumter Schreibtisch hilft.

3. DER KOMMUNIKATIVE LERNTYP - LERNEN DURCH MITSCHREIBEN ODER GESPRÄCHE

Der kommunikative Lerntyp lernt am besten durch Mitschreiben oder Diskussionen und Gespräche.

  • Ihm hilft es einerseits, viele Fragen stellen zu können, andererseits auch Fragen von anderen gestellt zu bekommen.
  • Auch die Position des Erklärenden nimmt er gerne ein.
  • Er braucht zum Lernen das aktive Mitschreiben, Mitdenken und den Austausch mit anderen.
  • Günstige Lernmethoden sind: Mindmaps, Tabellen schreiben und dazu sprechen, beim Lernen Notizen auf einer Tafel/einem Zettel zu machen, über den Lernstoff zu reden, Stofftieren oder jüngeren Geschwistern alles zu erklären (Schule spielen); für ältere Schüler: eine Powerpoint-Präsentation über den Stoff zusammenstellen und der Familie präsentieren.

4. DER MOTORISCHE / HAPTISCHE LERNTYP - LERNEN DURCH BEWEGUNG

Der motorische Lerntyp lernt am besten durch Learning by Doing.

  • Er muss am Lernprozess unmittelbar beteiligt sein, um eigenständige Erfahrungen zu sammeln.
  • Dieser Lerntyp lernt am leichtesten, wenn er selbst etwas ausprobiert, an Rollenspielen und Gruppenaktivitäten teilnimmt.
  • Er bewegt sich gern beim Lernen, läuft immer auf und ab, wiederholt dabei den Lernstoff, fasst Gegenstände an, die zum Lernstoff passen und macht Experimente, wann immer es geht.


"RICHTIG LERNEN"

Wie lerne ich am besten? Was ist die beste Lerntechnik? Diese Fragen haben sich Lernende schon oft gestellt. 

In der Lernforschung weiß man schon lange, dass wir nicht ausschließlich mit einem Sinnesorgan lernen. Die meisten Menschen sind eine Kombination aus verschiedenen Lerntypen. Je mehr Sinneskanäle wir beim Lernen miteinbeziehen, desto größer ist unsere Ausbeute bei der Wissensaneignung.

Ein Lerntypentest bietet eine Orientierung zur Selbsteinschätzung und kann hilfreich bei der Überlegung sein, welches Lernumfeld und welche Lernmaterialien du brauchst.

Hier gehts zum Lerntypentest:

https://www.veritas.at/sbo/extproj/Lerntypentest/lerntypentest.php


LERNEN mit Social MEDIA 

Wie Facebook, Snapchat, Insta & Co. dir helfen können, den Lernstoff leichter zu merken.

Für die meisten von uns sind sie eher reine Zeitfresser. ABER: soziale Plattformen kann man auch effektiv einsetzen. Der 17-jährige Schüler Benjamin Hadrigan hat dafür ein System entwickelt. Das Grundprinzip: Vereinfachung ist alles. Je einfacher die Kommunikation ist, umso leichter kann man sich Dinge merken. Und so kann es funktionieren: „Instagram ist perfekt von der Struktur zum Aufbereiten und Strukturieren des Stoffes. Snapchat eignet sich am besten für das Abfragen mit Freunden, weil das relativ schnell hin und her geht", erklärt Benjamin. Darüber hat er sogar ein Buch geschrieben: #Lernsieg. Erfolgreich lernen mit Snapchat, Instagram und Whatsapp.

Angelegt ist das System in erster Linie für Schüler – funktionieren kann es aber auch für Studierende und Arbeitnehmer, die eine Schulung hinter sich bringen und viel Stoff büffeln müssen.