Walter will's wissen - Honig

Wie funktioniert die Honigernte?

Zu Gast bei Bienenguru Harald

Wie kommt der Honig vom Bienenstock aufs Butterbrot? Wer könnte diese Frage besser beantworten als Bienenguru Harald Manninger aus Eggersdorf. Gemeinsam mit seiner Frau Eva betreut er über 9 Millionen Bienen auf seinem Hof in Eggersdorf und als moblier Wanderimker. Steiermark-Reporter Walter Wenegger hat ihn mit Mikro im Gepäck besucht und vieles herausgefunden. Warum mögen Bienen kein Schwarz? Wer ist der größte Feind der Bienen? Und warum ist ausländischer Honig oft Schuld an unseren Pollenallergien? Die Antworten zum Nachhören und Walters Erfahrungen gibt’s hier:


Idylle Pur mitten in der Natur

Als ich mit der Sonne im Rücken in den Hof von Harald Manninger fahre,merke ich schon, das wird heute ein entspannter Tag. Mit einem relaxten Lächeln im Gesicht und ganz in Weiß gekleidet, empfängt mich der Hausherr freundlich und überreicht mir eine lange, weiße Hose. 

„Bienen denken bei schwarzem Gewand sofort an ihre Feinde, die Bären. Sie würden dich sofort attackieren“.

Wie beruhigend, dass ein Profi dabei ist.

Hinter einem Schleier versteckt, geht’s zu einem der 150 Bienenstöcke. Insgesamt schwirren rund 9 Millionen Bienen herum, ganz genau haben wir sie leider nicht gezählt. Harald zieht sich keine Schutzkleidung an, sein ruhiger Herzschlag reicht, um von den Bienen nicht attackiert zu werden. Als wir den Bienenstock öffnen und rund 60.000 Bienen frei vor uns zu sehen sind, wird mein Herzschlag dafür immer schneller und ich bin froh, in der Schutzkleidung zu stecken. 

Harald zeigt mir an diesem Tag wie man Honig sicher aus dem Stock entnimmt, wie man ihn richtig schleudert, filtert und abfüllt. Stolz zeigt er mir seine Honigkreationen und erzählt kompetent von der Geschichte der Imkerei. Bei ihm kann man übrigens auch Stöcke mieten und bei sich zuhause aufstellen. Mit seiner Betreuung gibt’s dann irgendwann Honig aus dem eigenen Garten zum Frühstück. 

Mit Harald habe ich wirklich einen echten Bienenguru vor meinem Mikro. Mit einem Glas selbst geernteten Honig und vielen Antworten geht es für mich zurück nach Graz. Und das alles mit keinem einzigen Bienenstich – Danke Harald!

 

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