Masernfälle nehmen zu

Ist eine Impfpflicht die Lösung?

In Europa gab es heuer bereits 41.000 Masernfälle. Auch in Österreich hat sich die Zahl in nur einem Jahr verdreifacht, hier sind es 64 Masernfälle. In der Steiermark wurde aktuell der erste Masernfall im ersten Halbjahr 2018 gemeldet. Wir wissen, dass uns die zweifache Impfung vor der Krankheit schützen soll. Dennoch gibt es immer mehr Menschen, die dieser Impfung und auch anderen skeptisch gegenüber stehen. Sie möchten sich und ihre Kinder nicht einer Impfung aussetzen. Das Risiko an den Nebenwirkungen zu erkranken sei zu groß und die Wirkung der Impfung zu schwach. Die Liste der Argumente der Impfgegner ist lange.

STRAFRECHTLICH VERVOLGT

Ärzte fordern bereits Strafen für Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen. Aufklärung alleine würde nicht mehr reichen, ein Gesetz soll Abhilfe schaffen und Kinder vor Masern schützen. Sie argumentieren unter anderem damit, dass die Masern in Amerika mittels einer Impfpflicht ausgerottet wurden.

Andere widerum sind der Meinung, dass eine allgemeine Impflicht für Österreich nicht der optimale Weg sei – der Fokus soll auf intensive Aufklärung gelegt werden. Vor allem bei Arztbesuchen sollte regelmäßig ein Blick in den Impfpass geworfen werden. 

ELTERN ENTSCHEIDEN

Ob man sich impfen lässt, muss wohl jeder für sich entscheiden. Gerade Eltern sollte aber bewusst sein, dass sie diese Entscheidung für ihre Kinder tragen. Und die Entscheidung gegen eine Impfung wirkt sich möglicherweise auf viele andere Menschen aus. Denn der Großteil der an Masern erkrankten Kinder ist nicht geimpft, weil sie schlicht noch zu jung dafür sind – somit können sich diese Kinder sehr leicht anstecken. Und Tatsache ist auch, dass Masern eine der ansteckendsten Krankheiten ist.

Bist du für oder gegen eine Impfpflicht?

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