Versteckte Preistreiber

Bei Handyverträgen

Spätestens zehn Minuten nach dem Aufstehen werfen die Österreicher den ersten Blick aufs Handy. Über den Tag verteilt, verbringen sie drei Stunden vor dem Display. Dabei wird im Schnitt alle 13 Minuten geschaut, ob neue Nachrichten, Anrufe oder Feeds zu sehen sind. Aus unserem Alltag ist das praktische Mobiltelefon nicht mehr wegzudenken. Damit es sich nicht zur Kostenfalle entwickelt, heißt es beim Abschluss eines Handyvertrags: Augen offen halten!

Beim Handyvertrag auf das Kleingedruckte achten

Wer ein Handy sein Eigen nennt, sucht nicht selten nach dem nächsten WLAN-Hotspot oder dem passenden Mobilfunknetz. In Österreich hält das neuste und schnellste Netz, 5G genannt, Einzug. In fünf Bundesländern und 17 Gemeinden startet der Anbieter T-Mobile den Dienst. In Kärnten wird er in zwei Pioniergemeinden, darunter der Stadt Villach, installiert. Allerdings nutzt auch das beste Mobilfunknetz nur wenig, wenn die Kosten für den Mobilfunkvertrag ins Unermessliche steigen.

Damit sie den Nutzern nicht über den Kopf wachsen, sollten diese die Preisstruktur der Verträge stets im Auge behalten. Teilweise verstecken sich in diesen Preistreiber, die aus einem vermeintlichen Schnäppchen eine Kostenfalle machen. Bei einem Handyvertrag können die Kunden sich zwischen einem Modell mit oder ohne Mindestlaufzeit entscheiden. Monatlich erhalten sie eine Rechnung, deren Betrag der Anbieter direkt vom Konto abbuchen kann. Bei der Vielzahl dieser Verträge profitieren die Nutzer von Smartphone zu augenscheinlichen Top-Konditionen. Jedoch sind im Angebot häufig zusätzliche Kosten, auf die kleine Sternchen über dem Angebotspreis hinweisen. Wer in dem Fall darauf verzichtet, das Kleingedruckte zu lesen, kann sich bei der finanziellen Belastung durch den Handyvertrag schnell verkalkulieren.

In der Regel gelten die günstigen Konditionen beim Handyvertrag nur unter bestimmten Bedingungen. Beispielsweise profitieren die Smartphonebesitzer von dem Angebot, solange sie ausschließlich die Freiminuten nutzen. Überschreiten sie diese Grenze, verteuert sich der Minutenpreis. Gleiches gilt für die Internetnutzung, die bei Verträgen oftmals an eine Flatrate und somit an ein festes Datenvolumen gekoppelt ist. Wer beim Surfen mehr verbraucht, muss ebenfalls mit einem Preisaufschlag rechnen. Alternativ drosselt der Anbieter die Geschwindigkeit oder das Internet fällt aus.

Um sich für zusätzliche Kosten zu wappnen, sollte das Kleingedruckte bei Handyverträgen aufmerksam studiert werden. Ebenso kann es hilfreich sein, den Mobilfunkanbieter bei Unklarheiten direkt anzusprechen. Auch die auf dem neuen Smartphone vorinstallierten Apps können verborgene Preistreiber darstellen. Aus dem Grund gilt es, vor der Nutzung die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu lesen. 

Vertrag mit kostenfreiem Smartphone: zu schön, um wahr zu sein – oder?

Bei der Wahl eines Mobilfunkanbieters kann es schnell zur Überforderung kommen. Immerhin prasseln nicht selten zahlreiche Angebote und Werbeversprechen auf die Nutzer ein. Die Vielzahl der Anbieter vertreibt den Vertragstarif in Kombination mit einem vergünstigten Handy. Die Kosten für das Gerät hängen vom Hersteller und dem ausgewählten Tarif ab. Obgleich die Preise scheinbar niedrig ausfallen, gibt es das Smartphone nicht umsonst. Teilweise fallen die monatlichen Kosten nach dem ersten Monat überraschend hoch aus. Alternativ werben die Mobilfunkanbieter mit Preisrabatten, ohne deren Laufzeit offenzulegen. Dementsprechend kann bereits nach einem Vierteljahr Schluss mit dem vermeintlichen Schnäppchenvertrag sein.

 Wer auf lange Sicht Kosten sparen will, sollte einen Tarifrechner zu Rate ziehen. Dieser kann dabei helfen, den günstigsten Handytarif für die individuellen Bedürfnisse auszusuchen.

 


Auch wenn es so wirkt: Das Smartphone zum Mobilfunkvertrag gibt es nicht geschenkt. Oftmals holen die Anbieter das Geld über versteckte Kosten wieder ein.

Beim Handyvertrag sparen: Vergleichen lohnt sich!

Oftmals werden die versteckten Preistreiber im Vertrag nicht erkannt, weil es keine Vergleichsangebote gibt. Für einen Kostencheck empfiehlt es sich, bei mehreren Mobilfunkanbietern nach Schnäppchenangeboten zu suchen. Teilweise finden sich auf dem Markt Tarife, die sich auf den ersten Blick preislich nicht unterscheiden. Beim genauen Durchlesen des Vertrags zeigt sich, dass die Leistungen stark voneinander variieren. Damit die Nutzer nicht dem unübersichtlichen Preiskampf der Mobilfunkanbieter zum Opfer fallen, sollten sie die Verträge miteinander vergleichen. Auch hier finden sich im Internet Vergleichsportale, die die Suche nach dem besten Angebot vereinfachen.

Bei einem Tarifvergleich gilt es, aufmerksam nach versteckten Gebühren zu suchen. Nicht nur im Kleingedruckten können zusätzliche Kosten drohen. Teilweise verlangen die Anbieter eine Anschlussgebühr, um ihre Bearbeitungskosten zu decken. Hierbei handelt es sich um einen Bereitstellungspreis. Liegt dieser im Rahmen, ist gegen eine geringe Kostenpauschale nichts einzuwenden. Kommen jedoch 20 oder 30 Euro mehr als geplant auf die Nutzer zu, ist das ärgerlich.

Was lange währt, ist nicht immer gut – bei Handyverträgen ist Flexibilität gefragt

Zahlreiche Nutzer sind ihrem Mobilfunkanbieter über Jahre treu. Allerdings werden Bestandskunden häufig „schlechter behandelt“ als Neukunden. Letztere profitieren von:

von denen Langzeitnutzer nur träumen können. Diese Vergünstigungen sollen die Neukunden zum Vertragsabschluss bewegen. In der Regel gelten die vereinbarten Konditionen zwei Jahre. Jedoch ist es sinnvoller, beim Handyvertrag flexibel zu bleiben. Vorzugsweise bietet sich ein Modell mit einer Mindestlaufzeit von sechs Monaten oder einem Jahr an. Der Vorteil: Die kurze Laufzeit erleichtert einen angestrebten Anbieterwechsel. Zusätzlich kann durch die Flexibilität zeitnah auf aktuelle Preisentwicklungen und Angebote reagiert werden. Ebenso können die Nutzer schneller aus dem Vertrag aussteigen, wenn Probleme mit der Netzabdeckung auftreten.