Vermehrt Unfälle durch Nebel

So reagierst du richtig

Nebel forderte im Vorjahr 291 Verletzte und fünf Todesopfer 

Für Verkehrsteilnehmer kann die durch Nebel verursachte schlechte Sicht zur Lebensgefahr werden. Im Jahr 2017 ereigneten sich österreichweit 212 Unfälle bei Nebel – dabei wurden 291 Personen verletzt, fünf Personen kamen ums Leben. Die meisten Nebelunfälle geschahen im Vorjahr in Niederösterreich - 73. Bei uns in der Steiermark gab es 37 Unfälle durch Nebel. 

Das Freiland ist bei Nebel besonders gefährliches Terrain: Rund 70 Prozent der Nebelunfälle 2017 ereigneten sich auf Landstraßen im Freiland. 

ab Oktober steigt die Zahl der Nebelunfälle signifikant 

In den Monaten Oktober bis Jänner ereignen sich rund 83 Prozent  aller Nebelunfälle im Jahresverlauf. 

So verhältst du dich bei Nebel 

Viele Lenker hängen sich häufig instinktiv an das Licht des Vordermanns – dadurch ist der Abstand zum Vordermann oft zu gering und es kann vorkommen, dass die Fahrgeschwindigkeit nicht mehr der Sichtweite entspricht. Insbesondere in der Früh und am Abend solltest du mit Nebel rechnen und entsprechend vorsichtig fahren. 

Vergrößerten Abstand halten
Es sollte mindestens ein Zwei-Sekunden-Abstand zum vorderen Fahrzeug eingehalten werden.

Geschwindigkeit reduzieren
Du musst die Geschwindigkeit bereits vor einer Nebelbank die Sichtverhältnisse anpassen. Also runter vom Gas. 

Sichtbar machen
Die beste Kombination bei Nebel sind Abblendlicht und Nebelscheinwerfer.  Auf keinen Fall sollst du das Fernlicht verwenden, dies sorgt für Selbstblendung und eine noch schlechtere Sicht.

Achtung Glätte
Gerade bei niedrigeren Temperaturen und im Winter kann es aufgrund des gefrierenden Nebels rasch zu Straßenglätte kommen. Hier gilt es, wegen der erhöhten Rutsch- und Schleudergefahr mit besonderer Vorsicht und angepasster Geschwindigkeit zu fahren.

Fußgänger/Radfahrer
"Wer auf Freilandstraßen zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sein muss, sollte sich bei Nebel niemals mittig oder zu nahe an der Randlinie auf der Fahrbahn bewegen – denn Autofahrer orientieren sich bei schlechten Sichtverhältnissen an Bodenmarkierungen", rät Roland Frisch der Pkw-Fachverantwortliche der ÖAMTC Fahrtechnik.

Der richtige Einsatz der Fahrzeugbeleuchtung

Viele Autos verfügen zwar über automatische Abblendlichtaktivierung, diese reagiert aber nur bei Dämmerung oder z.B. bei Einfahrt in Tunnel gut. "Bei Nebel muss der Fahrzeuglenker also bewusst zum Lichtschalter greifen", stellt der ÖAMTC-Experte klar. "Entsprechend wichtig ist es, sich bei Leihfahrzeugen, aber auch beim eigenen Auto vor der Abfahrt mit den Lichtfunktionen und -schaltern vertraut zu machen."

Denken sollte man auch an Nebelschlussleuchte und -scheinwerfer. Doch Vorsicht: "Während die nach vorne gerichteten Breitstrahler oder Nebelscheinwerfer nach Bedarf jederzeit aktiviert oder deaktiviert werden dürfen, gibt es für die Nebelschlussleuchte definierte Einsatzbestimmungen. Sie darf nur bei Sichtbehinderungen durch Regen, Schneefall, Nebel und dergleichen aktiviert werden", erklärt Kerbl. Eine Verwendungspflicht gibt es nicht, vergisst man allerdings bei guter Sicht, die Nebelschlussleuchte abzuschalten, kann eine Verwaltungsstrafe von theoretisch bis zu 5.000 Euro die Folge sein. In der Praxis werden meist rund um 100 Euro verlangt.

(Quelle: ÖAMTC)

Tags

Sponsoren