Verkehrsunfälle mit Kindern

KFV fordert härtere Strafen

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) fordert härtere Strafen bei Delikten im Straßenverkehr, die Kinder gefährden. Das solle Verkehrsteilnehmer dazu bringen, auf Kinder mehr aufzupassen, erklärte die Organisation.

Alle drei stunden verunglückt ein Kind auf Österreichs Straßen

Laut KFV verunglückt alle drei Stunden ein Kind auf Österreichs Straßen, alle zwei Tage stirbt dabei eines oder wird schwerst verletzt. "Verstöße gegen Straßenverkehrs- und Kraftfahrvorschriften sind per se gefährlich. Sind davon aber, in welcher Art und Weise auch immer, Kinder betroffen, so wird dieses Verhalten umso gefährlicher. Kinder sind aufgrund ihrer motorischen und kognitiven Entwicklung besonders schutzbedürftige und stark gefährdete Verkehrsteilnehmer", sagte Othmar Thann, Direktor des KFV.

Im Jahr 2017 verunglückten 365 Kinder auf den steirischen Straßen

Dabei wurde soger ein Kind getötet. Im Schnitt der letzten fünf Jahre, kam es pro Jahr zu rund 350 Verkehrsunfällen mit Kindern. Laut KFV sind die Unfallzahlen im Straßenverkehr allgemein gesunken. Allerdings gibt es keinen Rückgang bei Verkehrsunfällen, in die Kinder verwickelt sind

Das Kuratorium forderte eine Verdoppelung des Strafausmaßes bei Delikten im Straßenverkehr, bei denen Kinder betroffen sind

Darunter fallen ALLE Verkehrsdelikte

Beispiel:

Wenn du mit dem Auto zu schnell unterwegs bist, müsstest du 100 Euro Strafe zahlen. Befindet sich bei dir im Auto ein Kind, wären es 200 Euro. 

Beispiel:

Gehst du bei Rot über die Ampel, drohen dir 50 Euro Strafe. Ist ein Kind in der Nähe, zahlst du 100 Euro.

Beispiel:

Bist du mit dem Rad unterwegs und gibst kein Handzeichen, wenn du abbiegen möchtest, drohen dir 30 Euro Strafe. Ist ein Kind zugegen sind es 60 Euro, die du bezahlen musst.

Kinder sind schutzbedürftig

"Die Einhaltung von Tempo-30-Beschränkungen ist im wahrsten Sinne des Wortes für Kinder lebensrettend. Je geringer die Geschwindigkeit, desto höher ist die Chance, dass das Kind bei einem Unfall 'nur' verletzt wird und nicht sofort an den Folgen des Aufpralles stirbt", erläuterte Thann. Zudem sollen Erwachsene als Vorbilder für Kinder fungieren.


Soll es härtere Strafen geben, um Unfälle mit Kindern zu reduzieren?

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