Trümmerregen befürchtet

Raketenteil fällt auf Erde zu

Trümmerteile könnten auf die Erde regnen


Nach dem Start des Kernmoduls von Chinas neuer Raumstation drohen in den nächsten Tagen Trümmer der Trägerrakete auf die Erde zu stürzen. Experten hoffen, dass sie im Wasser landen.

Am 29.04.2021 ist die "Langer Marsch 5B"-Rakete erfolgreich in den Orbit gestartet - doch wie der Weltraumschrott wieder sicher zurück auf die Erde kommt, wurde nicht geplant. Dass Raketenteile, Satelliten und Trümmerstücke abstürzen ist keine Seltenheit - Jährlich landen rund 100 Tonnen Weltraumschrott auf der Erde. Jedoch sind diese Abstürze kontrolliert und die Umlaufbahnen sind so berechnet, dass sie ins Meer fallen.


Wieso kommt der Weltraumschrott unkontrolliert zur Erde?

Eine Rakete wie diese wird beim Start von einer "Raketenstufe" angetrieben. Sobald sie ausgebrannt ist, wird sie abgestoßen, um die die Masse der eigentlichen Rakete zu verringern. Doch eigentlich sollten die Raketenstufen kontrolliert zurück auf die Erde fallen - ins Meer. 

Der Hauptteil dieser Raketenstufe lässt sich aber nicht steuern und sie hat auch keine Flugbahn, die sie ins Meer lenken würde. Stattdessen umkreist sie jetzt die Erde - alle 90 Minuten. Wegen der hohen Geschwindigkeit, kann auch nicht vorausgesagt werden, wann und wo sie landen wird. 


30 meter hoch und 20 Tonnen schwer

So groß und schwer ist die Raketenstufe - so hoch wie ein ca. 10-stöckiges Gebäude. Durch die Reibung mit der dünnen Luft wird der Großteil beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zwar verglühen - doch es besteht die Möglichkeit, dass Trümmerteile über Land abstürzen und Schaden anrichten könnten.


Nicht der erste Vorfall

Schon sechs Tage nach dem ersten Flug der „Langer Marsch 5B“ im Mai 2020 sind Trümmer in der westafrikanischen Elfenbeinküste abgestürzt und hatten mehrere Häuser in Dörfern beschädigt. Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hatte den Vorgang damals als „sehr gefährlich“ beschrieben. Die Raketenstufe war kurz davor noch über die USA geflogen. 


Neue Chinesische Raumstation


Die "Langer Marsch 5B"-Rakete" hat das 22 Tonnen schwere Kernmodul „Tianhe“ (Himmlische Harmonie) ins All gebracht und damit den ersten Baustein für die Raumstation "Tiangong" (Himmelspalast) "gelegt". 2022 soll die Station fertig gestellt sein - bis dahin werden noch insgesamt zwei weiter Module ins All gebracht und an die Station angedockt werden.


Das war der Start der "Langer Marsch 5B"

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