Studie empfiehlt Tempo 100

Schlechte Nachrichten für Norbert Hofer

Wie bereits berichtet, möchte Verkehrsminister Norbert Hofer auf zwei Drittel der Autobahnen in Österreich Tempo 140 einführen. Auf zwei Teststrecken in Nieder- und Oberösterreich ist bereits seit 1. August Tempo 140 erlaubt - probeweise für ein Jahr. Eine Studie, die vom Verkehrsministerium in Auftrag gegeben wurde, macht Hofer nun aber einen Strich durch die Rechnung:

Widerspruch zu Österreichs Klimastrategie

Denn laut der Studie kann unser Klimaziel   Emissionen um 36 Prozent zu reduzieren – das sind 7,2 Millionen Tonnen Treibhausgase – nur erreicht werden, wenn auf allen Autobahnen das Tempo auf 100 reduziert wird. Durch eine Geschwindigkeitsdrosselung könnten pro Jahr 450.000 Tonnen Treibhausgase eingespart werden. Eine Tempoerhöhung soll gerade mal eine Zeitersparnis von etwa 15 Sekunden bringen, aber den Stickoxid-Ausstoß um 24 Prozent erhöhen. 

Bis Ende 2018 muss Österreich seine Pläne zur Reduzierung von der Treibhausgasemissionen in Brüssel vorlegen: wie will Österreich bis 2030 das Ziel zur CO2 Reduktion erreichen?  

APA_GEORG HOCHMUTH

andere maßnahmen

Das Umweltbundesamt hat bereits 50 Maßnahmen zur CO2-Reduktion ermittelt. Tempo 100 ist eine davon. Einkaufszentren und Gewerbeparks etwa sollten nicht mehr auf grünen Wiesen gebaut werden. Ortskerne sollten verdichtet, tägliche Wege zu Einkauf und Arbeit verkürzt und der öffentliche Verkehr sollte ausgebaut werden – so sollten Straßenbahnen über die Stadtgrenze führen, um Staus entgegen zu wirken. 

Pariser Klimaabkommen

Das vor drei Jahren in Paris beschlossene Klimaabkommen sieht vor die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken. Denn Wissenschaftler warnen bereits seit Jahren, dass durch die Erderwärmung ein extremeres Wetter erwarten werden könnte. Viele Umweltkatastrophen der letzten Monate – Hitzewellen, Wald- und Flächenbrände, starke Regenfälle – zeigen, was eine Erderwärmung mit sich bringt.

Tempo 100 oder Tempo 140 – was soll es werden?

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