Steuern auf Cola & Co

Großbritannien führt Zuckersteuer ein

Neue Steuer in Großbritannien: Coca-Cola und Co senken Zuckergehalt

Anfang April kommt in Großbritannien eine Steuer auf stark gezuckerte Getränke. Die Hersteller müssen zahlen, wenn die Getränke mehr als fünf Gramm Zucker pro 100 Milli-Liter haben. Eine Reihe von Herstellern hat jetzt schon im Vorfeld den Zuckergehalt in Getränken gesenkt. Wie die Verbraucherorganisation Foodwatch mitteilte, senkte etwa Coca-Cola den Zuckergehalt bei seinen Marken Fanta und Sprite für den britischen Markt von 6,9 auf 4,6  beziehungsweise von 6,6 auf 3,3 Gramm pro 100 Milliliter. Zum Vergleich: In Österreich enthalten Fanta und Sprite pro 100 Millilite über zehn Gramm Zucker.

In 500 ml Coca cola stecken 14 Stück Zucker.

Weitere Getränkehersteller ziehen mit

Außer Coca-Cola wurde auch der Konzern Britvic, Branchenzweiter in Großbritannien. aktiv. Der Orangina-Hersteller Lucozade Ribena Suntory und die Handelsunternehmen Lidl und Tesco haben die Rezepturen auch geändert. Der Nestle-Konzern kündigte an, dass drei seiner Limonaden ab April weniger als fünf Gramm Zucker enthalten werden. Foodwatch kritisierte allerdings, dass viele Hersteller den Zucker durch Süßstoffe ersetzten. Änderungen sollten aber darauf abzielen, den Süßgeschmack zu verringern, um der Gewöhnung bei jungen Menschen entgegenzuwirken, forderte die Organisation.

Stark Gezuckerte Getränke fördern Diabetes Typ 2

"Das Beispiel Großbritannien zeigt: Herstellerabgaben auf Zuckergetränke entfalten eine deutliche Lenkungswirkung und können zu  einer drastischen Zuckerreduktion führen", erklärte Luise Molling von Foodwatch. Ein hoher Zuckerkonsum und damit auch stark gezuckerte Getränke können Übergewicht und Diabetes vom Typ 2 fördern.

In Österreich bleibt alles beim Alten. Das heißt: über zehn Gramm Zucker pro 100 Milli-Liter. Eine Dose Cola hat also über 30 Gramm Zucker.


Zuckersteuer auch in Österreich? Sollen Cola & Co weniger Zucker enthalten?

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