Stephen Hawking ist tot

pa/empics/PA Wire/Joe Giddens

Das Physikgenie wurde 76 Jahre alt

"Popstar" der Wissenschaft gestorben

Der britische Astrophysiker Stephen Hawking ist im Alter von 76 Jahren  gestorben. Das teilte ein Sprecher seiner Familie am Mittwoch mit. "Wir sind tief betrübt, dass unser geliebter Vater heute gestorben ist“,  zitierte die britische Nachrichtenagentur Press Association eine Mitteilung seiner Kinder Lucy, Robert und Tim.

Er war der wohl bekannteste lebende Physiker. Der Professor galt als Physikgenie und war unter anderem für seine Theorie zu Schwarzen Löchern bekannt und lieferte wichtige Beiträge zum Verständnis des Urknalls.     

Hawkings Meilensteine der Kosmologie:

Hawking als Tv-Star

Stephen Hawking war nicht nur ein brillanter Wissenschaftler und Physiker, er war auch in Film und Fernsehen eine Berühmtheit. So war er unter anderem bei den Serien  „The Big Bang Theory“, „Cosmo und Wanda“ und  „Dilbert“ zu sehen. Dazu kommen Gastauftritte bei „Futurama“ und den Simpsons, bei denen er seiner Figur mit seinem Sprachcomputer eine Stimme verlieh. Er hatte auch einen Auftritt in der Science-Fiction-Serie Raumschiff  Enterprise. 

Krankheit

Hawkings litt unter der Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS).Bei dieser Krankheit sterben nach und nach die Nervenzellen in der motorischen Hirnrinde ab. Die Neuronen sind für die Steuerung von Muskeln zuständig und heißen deshalb auch Motorneurone. Mit fortschreitender Krankheit kommt es zu Lähmungen und zu Störungen von Gang, Sprechen und  Schlucken. Arm-, Hand- und Beinmuskulatur werden immer schwächer. Im Mittel beträgt die Überlebenszeit nach der Diagnose nur drei bis fünf  Jahre - Hakwing erhielt die Diagnose im Alter von 21. Seit 1968 war Hawking auf den Rollstuhl angewiesen. Doch die  Krankheit schritt bei ihm sehr langsam voran und konnte seinen Aufstieg  in der Wissenschaft nicht aufhalten: 1979 wurde er Professor für  Mathematik in Cambridge, über 30 Jahre lang hatte er dort den renommierten Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik inne - und stand damit  in der Nachfolge von Isaac Newton.1985 verlor der Physiker nach einem Luftröhrenschnitt die Fähigkeit zu sprechen.  Trotz Gesundheitsproblemen lief das Gehirn des Genies stets auf Hochtouren.

Privatleben

Der Physiker wurde am 8. Jänner 1942 in Oxford geboren. Das Privatleben kam trotz seiner Karriere nicht zu kurz. Hawking war zweimal verheiratet und hatte drei Kinder. 30 Jahre lang war er mit  seiner Jugendliebe verheiratet, doch die Ehe scheiterte - später  bezeichnete sie ihn als einen "Haustyrannen". 1995 heiratete Hawking  seine Pflegerin, die Verbindung dauerte elf Jahre.

(Quelle: APA)



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