Steirer mit Doping-Geständnis

tour de pologne

"Du siehst nur den möglichen Erfolg"

"Ich bin einfach dumm gewesen"

Der 28-jährige Grazer Radprofi Georg Preidler hat sich bei der Staatsanwaltschaft wegen Blutdopings selbst angezeigt. Preidler war Teil des Netzwerkes, das erst vor kurzem bei der Nordischen Ski WM in Seefeld aufgebhoben wurde.

In der Montagausgabe der Kleinen Zeitung spricht er unter anderem über das "Warum":

"Ich bin einfach dumm gewesen. Du lässt dich zu etwas verleiten. Es ist wie bei einem Hütchenspiel. Du schaust dreien zu und die gewinnen immerfort, obwohl du weißt, dass sie betrügen. Und irgendwann stehst du dort und spielst auch mit."

Preidler soll nach einem Radrennen vom mutmaßlichen Drahtzieher, dem Sportarzt aus Erfurt, angesprochen worden sein. Genau dieser Sportarzt soll auch die beiden ÖSV-Langläufer Max Hauke und Dominik Baldauf mit Blutdoping versorgt haben.

Auch wenn es bei Preidler vorerst nur zur Blutabnahme gekommen ist, ist allein diese Tatsache schon strafbar. Der Grazer Radprofi, der schon bei Radklassikern wie der Tour de France und dem Giro d'Italia oder auch bei der WM und den olympischen Spielen mitgefahren ist, bereut den Fehler: 

"Es ist einfach nur dumm, wenn man so gierig ist und mehr will. Ich möchte mich bei jedem entschuldigen, der sich verletzt oder betrogen fühlt. Bei jedem der zu mir aufgeschaut hat. Er tut mir leid."

Preidler droht jetzt eine vierjährige Dopingsperre, für ihn selbst ist es zugleich das Ende seiner Profikarriere. Er wolle mit dem Spitzensport nichts mehr zu tun haben.

Das ganze ausführliche Interview zum Doping-Geständnis von Radprofi Georg Preidler aus Graz gibt es in der Montagausgabe vom 4. März in der Kleinen Zeitung.

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