SPÖ-Chef Kern tritt zurück

APA

Pamela Rendi-Wagner ist die erste Wahl

Ein einstimmiger Beschluss: Pamela Rendi-Wagner soll neue SPÖ-Parteichefin werden. Nachdem Christian Kern überraschend angekündigt hatte, als Spitzenkandidat in die kommende EU-Wahl ziehen zu wollen, hatte man sich auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht. 

Rendi-Wagner ist erst seit eineinhalb Jahren Mitglied bei der SPÖ. Das sei aber kein Nachteil, so Kern. Wichtig sei es einer Wählergruppe gerecht zu werden, nicht nur den eigenen Funktionären. Er ist vollkommen überzeugt von der Ex-Gesundheitsministerin. Ihr Menschen- und Weltbild stehe im starken Kontrast zu dem der derzeitigen Regierung. 

Den Vorwurf, dass Rendi-Wagner nur wegen der Absage anderer als Nachfolgerin designiert wurde, weist er ausdrücklich zurück.

 "Pamela Rendi-Wagner ist tatsächlich die erste Wahl."


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19. September 2018:

Die SPÖ braucht einen neuen Chef

Dass der Altkanzler sich nicht ewig mit der Rolle des Oppositionsführers zufrieden geben wird, galt als offenes Geheimnis. Der Zeitpunkt kommt hingegen durchaus überraschend, nachdem er sich erst vergangene Woche von den Gremien als Kandidat für den Parteivorsitz designieren hat lassen und bei dem lange angekündigten Parteitag Anfang Oktober in Wels mit dem neuen Parteiprogramm und dem überarbeiteten Statut zwei sozialdemokratische Prestigeprojekte im Mittelpunkt stehen sollten.

Eigentlich war von Kern die Strategie wohl auch anders geplant. Dem Vernehmen nach wollte er sich Mitte der Woche als Anwärter für die Spitzenkandidatur der Europäischen Sozialdemokraten präsentieren, dann den Gremien kundtun, dass es seine letzte Kandidatur als Bundesparteichef sein wird und er geregelt die Spitze übergeben will. 

(c) APA/ROLAND SCHLAGER

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