Sommeralm: Wanderweg gesperrt

OGH-Urteil nach Kuhattacke schürt Angst

Seit gestern ist ein zwei Kilometer langer Wanderweg zur Sommeralm im Bezirk Weiz gesperrt. Der Almbauer Hannes Willingshofer reagiert damit auf ein neues OGH-Urteil. In dem Urteil des Obersten Gerichtshofs (OGH) erhält ein Tiroler Almbauer Teilschuld an der tödlichen Kuhattacke im Jahr 2014. Jetzt sind Entschädigungszahlungen von mehreren hunderttausend Euro zu bezahlen.

Reiner Selbstschutz

Laut dem OGH-Urteil hätte der Tiroler Almbauer um die Gefährlichkeit seiner Mutterkühe wissen müssen. Laut den Almbauern sei aber auch die Gefährlichkeit einer Kuh von Tag zu Tag unterschiedlich und nicht wirklich einschätzbar. 

Um einem ähnlichen existenzbedrohlichen Schicksal wie dem des Tiroler Bauern zu entkommen, sperrt Willingshofer sein Gelände deshalb für Wanderer. Im Sommer waren es zuletzt bis zu 400 Wanderer, die täglich über die Wege des Weizer Almbauern spazierten.

Im Gespräch mit Antenne Moderatorin Conny Fink, erklärt Hannes Willingshofer die Situation.

Almgastronomie leidet

Damit gibt es auch einen beliebten Wanderweg weniger zur Almgastronomie auf der Sommeralm. Das ist für Hüttenwirtin Martina Gohla zwar nicht leicht, sie steht aber dennoch hinter der Entscheidung  des Almbauern. Es gehe laut ihr darum, ein Zeichen für die Politik zu setzen, meint Gohla im Interview mit Conny Fink.

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