Soll Wasser gratis werden?

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Gratiswasser in Lokalen 

Viele Wirte verlangen für ein Glas Leitungswasser Geld. Das will eine neue EU-Richtlinie jetzt aber verbieten.

Gastronomen befürchten massive Mehrbelastungen durch gratis Leitungswasser-Pflicht

Die neue EU-Trinkwasser-Richtlinie liegt auch den heimischen Wirten schwer im Magen: Sie sieht nicht nur deutlich mehr Kontrollen vor, sondern will Gastrobetriebe auch dazu verpflichten, das Glas Leitungswasser gratis auszuschenken, kritisiert die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). 

Sinnlos für Österreich?

Die geplante Richtlinie sei generell eine "total sinnlose Geschichte für Österreich", meint Mario Pulker, Obmann des WKÖ-Fachverbands Gastronomie. Wirte, die einen Brunnen haben und ihren Betrieb oder Nachbarn mit Trinkwasser versorgen, müssten bisher einmal pro Jahr prüfen. Geht es nach der Neuregelung, sollen es künftig zehn Untersuchungen sein, so Pulker. Dabei sei die Trinkwasserqualität hierzulande ohnehin hoch. Leiden würde letztendlich das Börserl der Konsumenten.

Höhere Kosten

Tritt die Richtlinie in ihrer derzeitigen Form in Kraft, steigen die Untersuchungskosten bei diesen Versorgern von durchschnittlich 250 auf 18.000 Euro pro Jahr, hieß es im Frühling in einer Studie der Universität für Bodenkultur im Auftrag der ÖVGW. Die ÖVGW befürchtet zudem, dass der heimische Trinkwassermarkt so für eine mögliche Liberalisierung vorbereitet werden könnte.

EU Sieht Mehrwert für Bevölkerung

Die EU will mit ihrem Vorstoß den Zugang zu Trinkwasser verbessern, insbesondere für jene Bevölkerungsgruppen, die derzeit nicht ausreichend damit versorgt werden. Zudem könnten die Haushalte dadurch viel Geld sparen und den Plastikverbrauch verringern, argumentiert die EU-Kommission. 

(APA)

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