Sicherheit im Auto

Auf die kleinen Dinge kommt es an

Autofahren macht Spaß und bringt alle Insassen schnell und unkompliziert von A nach B. Dabei sind Autos prinzipiell durchaus gefährlich. Es wirken beim Autofahren große Kräfte, die die Gefahr darstellen, Menschen zu töten. Umso wichtiger ist es, sich regelmäßig mit den kleinen und großen Sicherheitsfragen auseinanderzusetzen und das eigene Fahrzeug gut zu kennen. Neben den klassischen Sicherheitssystemen gibt es viele kleine Einrichtungen, die bei Autos für eine hohe Sicherheit sorgen. Doch welche sind das?

Passive Sicherheitssysteme, die jeder kennt


Moderne Autos sind mit zahlreichen Sicherheitssystemen ausgestattet, damit dem Fahrer und den restlichen Insassen nichts passiert. Die sogenannten passiven Sicherheitssysteme greifen immer dann, wenn tatsächlich ein Unfall passiert. Sie sollen dafür sorgen, dass die Folgen des Unfalls möglich gering ausfallen. Passive Sicherheitssysteme sind deshalb so wichtig, weil kein System der Welt dafür sorgen kann, dass Unfälle ausgeschlossen werden können. Andere Verkehrsteilnehmer, unstete Witterungsbedingungen und Fehlverhalten des Fahrers können zu Unfällen führen. Die folgenden passiven Sicherheitssysteme schützen Insassen eines PKW während eines Unfalls:


Der Geschwindigkeitsindex ist direkt auf dem Reifen aufgebracht und maßgeblich für die zulässige Höchstgeschwindigkeit eines PKW verantwortlich.

Wie schnell fährt ein Auto?

Je höher die Geschwindigkeit, desto größer die Unfallgefahr, so die Faustregel. Doch viele Fahrer wissen gar nicht, wovon die Höchstgeschwindigkeit ihres Fahrzeugs abhängt. Natürlich spielen die PS hier eine entscheidende Rolle. Doch auch die Reifen tragen dazu bei, die Höchstgeschwindigkeit eines Fahrzeugs festzulegen. Wer wissen möchte, wie schnell er mit seinem PKW fahren darf, muss nur einen Blick in die Fahrzeugpapiere werfen. Hier wird die zugelassene Höchstgeschwindigkeit ausgewiesen. Diese hängt maßgeblich von den verwenden Reifen an. Der Geschwindigkeitsindex der Reifen gibt an, wie schnell ein Auto damit maximal fahren darf.

Neben dem Geschwindigkeitsindex ist die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit, kurz bbH, wichtig. Reifen und Fahrzeugtyp müssen also perfekt aufeinander abgestimmt sein. Es gibt bei Reifen 32 verschiedene Geschwindigkeitsklassen. Sie geben an, mit welcher Höchstgeschwindigkeit ein Fahrzeug noch sicher auf der Straße unterwegs ist. Autofahrer sollten sich unbedingt an diese Höchstgeschwindigkeit halten, um keinen Unfall zu riskieren.


Moderne Fahrzeuge sind mit verschiedenen aktiven Sicherheitssystemen ausgestattet, die Unfälle vermeiden sollen.

Fahrerassistenten greifen dann ein, wenn der Fahrer es nicht tut

Heutzutage setzen Automobilhersteller zahlreiche Fahrerassistenten ein, um den Autofahrer aktiv zu unterstützen. Sie greifen in der Regel dann, wenn der Fahrer es aus irgendeinem Grund nicht tut. Sei es, weil er die Kontrolle verliert oder nicht schnell genug reagieren kann oder weil der Fahrer aktiv einen Fehler macht. Nicht jeder Fahrerassistent ist serienmäßig in jedem Auto verbaut. Autokäufer müssen selbst entscheiden, welche Assistenzsysteme sie haben möchten und auf welche sie verzichten können. Folgende Systeme stehen zur Auswahl:

Daneben gibt es weitere Assistenzsysteme, die seltener verbaut werden.

DAS LICHT AM AUTO – OFTMALS UNTERSCHÄTZT

Es gibt verschiedene Lichter und Leuchten am Auto, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Manche sollen die Umgebung für den Fahrer gut ausleuchten, sodass er sich auch im Dunkeln zurechtfinden kann. Diese Lichter werden als Scheinwerfer bezeichnet. Andere helfen anderen Verkehrsteilnehmern, das Auto besser einschätzen zu können. Der Fahrer zeigt aktiv an, ob er bremst oder in welche Richtung er abbiegen wird. Diese Lichter werden als Signallichter bezeichnet.

In modernen Autos werden auch moderne Lichtanlagen verbaut, die den Fahrer zusätzlich entlasten sollen. Abbiegelicht, Kurvenlicht und Co. helfen dabei, noch sicherer unterwegs zu sein. Immer mehr Scheinwerfer sind mit LEDs ausgestattet, die ihre Lebensdauer erhöhen und einen Wechsel wesentlich seltener notwendig machen.


Korrekt eingestellte und funktionstüchtige Lichter sind essenziell für die Sicherheit eines PKW.

Aufgabe des Fahrers: Funktionstauglichkeit des Autos überprüfen

Viele Fahrer vernachlässigen diese wichtige Aufgabe sträflich. Eigentlich sollten Fahrer vor jedem Fahrtantritt kontrollieren, ob das Auto funktioniert oder ob irgendetwas defekt ist. Um Unfälle zu vermeiden, ist eine regelmäßige Überprüfung jedoch unvermeidlich. Folgende Dinge sollten Fahrer regelmäßig prüfen:

Motoröl, Kühlwasser und Scheibenwischerflüssigkeit sollten bei Bedarf nachgefüllt werden. Luft in den Reifen können Fahrer ebenfalls selbst nachfüllen. All diese Dinge lassen sich problemlos an jeder Tankstelle erledigen. Sollten Lichter kaputt sein, gilt es, diese zeitnah auszutauschen, da sonst ein Bußgeld droht.

Wenn Dritte ein Auge auf das Auto werfen

Schon bevor ein Auto das Fließband des Herstellers verlässt, werden einige Tests durchgeführt. Anhand der Testergebnisse können potenzielle Autokäufer entscheiden, ob ein Auto zu ihnen passt. Besonders bekannt ist hier der NCAP Crashtest, der europaweit Autos auf Herz und Nieren prüft und die Ergebnisse regelmäßig veröffentlicht.

Hinzu kommen regelmäßige Kontrollen des Fahrzeugs. In Österreich gibt es das Service, das regelmäßig von Werkstätten durchgeführt wird. Es ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, kann aber dabei helfen, Verschleiß oder Beschädigungen frühzeitig zu erkennen und so teure Reparaturen zu vermeiden. Ein Pflichttermin für Autobesitzer ist die Wiederkehrende Begutachtung nach Paragraph 57a KFG, auch „Pickerl-Überprüfung“ genannt. Je nach Fahrzeugart gibt es unterschiedliche Begutachtungsintervalle. Die erste Begutachtung nach Erstzulassung findet in der Regel nach drei Jahren statt, danach werden die Intervalle enger. Bei dieser Überprüfung wird festgestellt, ob ein Fahrzeug insgesamt noch fahrtauglich ist.

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