Sicher durch den Herbst

Nebel, Frost, Aquaplaning und Co

HErbst bringt Nebel, nasses laub und co


Der Herbst ist da! Und leider hat er nicht nur eine goldene Seite, sondern auch eine graue und nasse. In der Früh oder am Abend hängt der Nebel über der Straße, die Sicht ist schlecht und egal ob wir mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind: es ist rutschig! Zusätzlich streikt der Motor immer wieder bei Frost.

Widrige Witterungsverhältnisse bedeuten tatsächlich auch immer ein erhöhtes Gefahrenpotential im Straßenverkehr, das heißt in solchen Situationen solltest du da besonders vorsichtig unterwegs sein!

Nebelhäufigkeit

Einige Regionen und Gebiete in Österreich sind besonders häufig von Nebel betroffen. Diese liegen etwa in der Nähe von Gewässern oder in Tallagen mit ungünstigen Durchlüftungsbedingungen. So ist auch das Grazer Becken stark davon betroffen.


Gefährliche Sicht- und Straßenverhältnisse

Auf einigen Autobahnabschnitten sind "Nebelpunkte" angebracht. Sie wiederholen sich in einem Abstand von 33 Metern.  Schilder weisen zusätzlich auf die maximale Fahrgeschwindigkeit hin. Und auch elektronische Anzeigen der Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA) warnen vor Nebelgefahr. 

Nebelpunkte:

  • 2 Punkte sichtbar – 60 km/h
  • 1 Punkt sichtbar – 40 km/h


Nebelarten

  • Sichtweite von 500 bis 1.000 Metern – leichter Nebel
  • Sichtweite von 200 bis 500 Metern –  mäßiger Nebel
  • Sichtweite von 200 Metern – starker Nebel

Quelle: ÖAMTC

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DARAUF SOLLTEST DU IM AUTO ACHTEN

  • Aquaplaning – wenn es wieder einmal stark regnet und das Wasser nicht schnell genug abfließen kann, dann werden die Reifen manövrierunfähig. Sie verlieren den Kontakt mit der Straße. Und darum sollte man auch unbedingt die Geschwindigkeit drosseln, vorausschauend fahren und abrupte Brems- und Lenkmanöver vermeiden.

    Auch auf die richtige Reifen-Profiltiefe solltest du achten. Die Pneus sollten nicht weniger als vier Millimeter haben, auf keinen Fall unter drei.

  • Schlechte Sicht – Mehr als sonst noch im Jahr gilt im Herbst:

    Fuß vom Gas und unbedingt Abstand halten! Durch früher einsetzende Dämmerung und Nebel oder Regen siehst du andere Verkehrsteilnehmer, vor allem Radfahrer oder Fußgänger, besonders spät.

    Schalte am besten immer dein Abblendlicht ein. Tagfahrlicht alleine reicht bei schlechter Sicht nicht aus, um auch für Nachfahrende sichtbar zu sein!

    Verwende die Nebelschlussleuchte nur bei starker Sichtbehinderung (bei weniger als 50 Meter), da sie sonst andere blendet.

    Sorge unbedingt für saubere Scheiben, gut funktionierende Wischerblätter und eine mit Frostschutzmittel gefüllte Scheibenwischanlage.

  • Tief stehender Sonne – trage eine Sonnenbrille, verwende die Sonnenblende und achte auf saubere Scheiben. Wer nur eine Sekunde bei Tempo 100 geblendet wird, ist für 30 Meter im Blindflug unterwegs. Besonders Rad- und Motorradfahrer werden dabei leicht übersehen. Oft unterschätzen Autofahrer auch ihre Entfernung, Geschwindigkeit und Beschleunigungsvermögen.

  • Wildwechsel – mit den kürzer werdenden Tagen steigt auch die Gefahr von Wildunfällen. Darum immer bremsbereit fahren! Besonders morgens und abends während der Dämmerung. So verhältst du dich richtig bei Wildwechsel: bremse, blende sofort ab und hupe wiederholt. Nicht verreißen!

  • Wenn du mit dem Motorrad unterwegs bist, sei auch bei schönem Herbstwetter achtsam, das ist oft trügerisch: Morgentau, überfrorene Nässe oder feuchtes Laub beeinflussen das Fahrverhalten deiner Maschine.

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Zu Fuß oder mit dem Fahrrad Gilt

  • Auch mit dem Fahrrad heißt's Tempo runter! Regen und nasses Laub kann Straßen in Rutschbahnen verwandeln und dadurch den Bremsweg massiv verlängern.

  • Zur besseren Sichtbarkeit solltest du als Radfahrer und auch Fußgänger dunkle Kleidung meiden oder Reflektorbänder anbringen, um in der Dämmerung oder bei Nebel besser wahrgenommen zu werden.

  • Reifen mit gutem Profil und richtigem Druck sind vor allem im Herbst enorm wichtig! Ein bisschen weniger Druck im Reifen heißt nämlich ein wenig mehr Auflagefläche für den Gummi. Das senkt die Ausrutschgefahr minimal ab.

  • Mindestens ebenso wichtig sind die Bremsen: Sorge hier unbedingt für die richtige Einstellung und Wartung - Felgenbremsen haben bei Nässe übrigens Nachteile gegenüber Scheibenbremsen.

  • Bei ungeräumten Radwegen solltest du die Fahrbahn benützen. Radwege werden oft gar nicht oder erst zuletzt von Laub und Schnee geräumt. Wird das verabsäumt, entfällt für dich auch bei ausgeschilderten Radwegen die Benutzungspflicht.

  • Achtung bei E-Bikes im Herbst! Bei niedrigen Temperaturen lässt die kannst du mit speziellen Neoprenhüllen oder per Lagerung in der Wohnung vor Kälte schützen.

Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Entwicklung und Technologie

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