Sexting mit 12 Jahren

Wenn junge Mädchen Nacktfotos schicken

"Sexting" – nennt man das Verschicken und Tauschen von eigenen Nacktaufnahmen über das Internet und Handy. Das Wort setzt sich zusammen aus "Sex" und "Texting" (engl. für das Senden von Textnachrichten). Solche Aufnahmen können in falsche Hände gelangen, oder gar der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. So verbreiten sich Nackfotos schnell in der eigenen Schule. Für den Betroffenen eine große psychische Belastung. 

Umso erschreckender ist die Tatsache, dass sich im Bezirk Weiz solch Fälle häufen. Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren haben Fotos und Videos von sich verschickt, worauf sie sich selbst befriedigen. Oft sind die Betroffenen die Letzten, die mitbekommen, dass die ganze Schule die Bilder bereits gesehen hat.

Warum verschicken Mädchen Nacktfotos?

Oft werden die Mädchen dazu von anderen aufgefordert. Um in Ruhe gelassen zu werden, kommen sie der Aufforderung nach und verschicken die Bilder über WhatsApp oder Snapchat

Freiheitsstrafen bis einem jahr

Den Jugendlichen ist meist nicht bewusst, dass das Verbreiten solch Bilder eine Straftat ist, wenn dargestellte Personen minderjährig sind. Ist man strafmündig, droht eine Freiheitsstrafe zwischen einem halben bis einem Jahr oder eine Geldstrafe. Wurde selbst das Bild ohne Einverständnis erstellt, droht eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. 

wie sollen wir uns verhalten

  1. Sobald Kinder sich in sozialen Netzwerken aufhalten, sollten sie gründlich darüber aufgeklärt werden. Wie sie ihre Privatsphäre schützen und darüber, dass sie sie schützen müssen. Oft ist den Kinder nicht bewusst, was ein Eingriff in ihre Privatsphäre bedeuten kann.

  2. Man muss den Kindern erklären, dass sie im Internet nicht leichtgläubig sein dürfen. Sobald Bilder im Netz landen, dann bleiben die auch dort. Und sie verbreiten sich schneller als man denkt.

  3. Eltern sollten wissen, in welchen Netzwerken sich ihre Kinder aufhalten, sich dafür interessieren und sich mit ihnen darüber unterhalten.

  4. Bekommst du selbst dieses Bildmaterial zugeschickt, dann lösche es sofort. Entdeckst du es auf Facebook oder anderen sozialen Netzwereken, melde der Plattform den Missbrauch.

  5. Kriminalpräventionsprogramme für 8- bis 18-Jährige klären Jugendliche über Gefahren im Internet auf. Schulen können sich dafür an Polizeidienststellen wenden. Weitere Präventionstipps des Bundeskriminalamts.


Tags

Sponsoren