Schweres Erdbeben in Kroatien

tercbela via twitter

Hilfskonvoi aus der Steiermark unterwegs

2,5 km langer Hilfskonvoi unterwegs


UPDATE 08.01.

Seit heute in der Früh ist ein Hilvskonvoi, bestehend aus 25 Fahrzeugen, unterwegs ins Katastrophengebiet. Mit dabei sind 60 Helfer. In Summe werden 300 Tonnen Baumaterial angeliefert.

Um 5 Uhr früh ist der Konvoi, beladen mit Hilfsgütern, in Preding gestartet. 

Bereits am 2. Jänner fuhr ein ein Kilometer langer Konvoi mit Hilfsgütern aus der Steiermark in das Erdbebengebiet in Kroatien.



Todesfälle und stArke Nachbeben


Sieben Menschen sind bei dem Erdbeben am 29. Dezember ums Leben gekommen, darunter ein 12-Jähriges Mädchen im Epizentrum des Erdbebens in Petrinja. Zahlreiche wurden verletzt.

UPDATE 30.12.

Am Mittwoch dem 30. Dezember, wurde Kroatien ein weiteres Mal erschüttertet. Insgesamt gab es gleich drei stärkere Nachbeben binnen 14 Minuten. Das erste um 6:15 Uhr mit einer Stärke von 4.9, um 6:26 Uhr mit 4.8 und um 6:30 Uhr mit 3.9. Die Erdstöße waren in Zagreb wieder deutlich spürbar, das Epizentrum liegt zwischen Zagreb und Sisak/Petrinja.Viele übernachteten im Freien

Update 04.01.

Auch am 04.01. zitterte die Erde wieder heftig. Kurz vor 8 Uhr morgens hat es ein weiteres starkes Erdbeben mit Epizentrum in Petrinja gegeben. Das Beben hatte eine Stärle von 4,5 nach Richter.


DIE EREIGNISSE  VOM 29.12.2020


Alles ist kaputt, ich hab so angst

Nach dem schweren Erdbeben im März hat ein Erdbeben der Stärke 6.4 auf der Richterskala am 29.12. gegen Mittag Kroatien erschüttert. Laut kroatischen Medien gibt es offenbar starke Schäden in Petrinja dem Epizentrum des Bebens. Eine Reporterin vor Ort sagte:  

"Petrinja, so wie es war, existiert nicht mehr."

Die Augenzeugin Sanja Ivanisevic aus Sisak berichtet 12 Kilometer entfernt vom Epizentrum:

alles ist kaputt, ich hab so angst

starke Schäden


Laut dem kroatischen Fernsehen (HRT1) habe in Zagreb die Erde 20 Sekunden lang gewackelt. Die Polizei appelliert an alle, die Häuser sofort zu verlassen. Vor dem Theater in Zagreb stehen die Leute wieder draußen. Ernsthaft Verletzte gibt es in der kroatischen Hauptstadt aktuell keine.

Der Verkehr ist zum erliegen gekommen. Halb Zagreb ist ohne Strom geblieben, sowie die Stadt Velika Gorica, 15 Km von Zagreb entfernt

Der Bürgermeister von Petrinja berichtet, dass ein Kind im Stadtzentrum Petrinja umgekommen ist. Der halbe Ort ist zerstört, Gebäude sind eingestuerzt, Leute warten auf Hilfe.

Laut den kroatischen Behörden war es im Land innerhalb von 31 Stunden das 13te Beben.

Andrea Borosic, Chefin der kroatischen Tageszeitung Vecernji List in Zagreb schildert auf der Antenne die Lage.

Die Steiermark hilft


Viele Steirer wollen den Erdbebenopfern in Petrinja und Umgebung helfen. Unter anderem werden Sach- und Geldspenden in Rudersdorf, Fürstenfeld und Laßnitzhöhe gesammelt und mit Konvois nach Kroatien gebracht. Eine Sammelstation war bei der Freiwilligen Feuerwehr in Laßnitzhöhe.

Die Freiwillige Feuerwehr Laßnitzhöhe hat ein Spendenkonto eingerichtet. Das Geld ist zur Unterstützung der Erdbebenopfer in Kroatien zweckgebunden. Mit den Spenden wird Baumaterial gekauft, um die zerstörten Häuser wieder aufzubauen.

SPENDENKONTO Raiffeisenbank Nestelbach-Eggersdorf:

 AT66 3825 2000 0105 6266

Atomkraftwerk Krsko - im "safe shutdown"


Laut der Landeswarnzentrale liegen keine Berichte über Schäden am Kraftwerk Krsko vor.  Das slowenische Atomkraftwerk ist offenbar auf die Stärke von 8-8,5 ausgelegt. 

ABER - Das Kraftwerk habe sich wie nach jedem Beben ausgeschaltet und befindet sich in einem "Safe Shutdown". Jetzt wird alles kontrolliert und inspiziert, weitere Informationen folgen. 

Der Erdstoß wurde auch in Friaul-Julisch Venetien, in Venetien und in der Adria-Region Abruzzen deutlich verspürt. Die Feuerwehr wurde mit Anrufen besorgter Bürger bombardiert.

2020 WAREN DEUTLICH MEHR ERDBEBEN IN ÖSTERREICH SPÜRBAR


Vor allem im Südosten der Steiermark und Kärnten war das Beben spürbar. Christbaumkugeln haben gewackelt, Fenster geknarrt und Hochhäuser sind geschwankt. Auch kleine Haarrisse im Verputz und kleinere Risse wurden gemeldet. Nicht weniger als 12.000 Wahrnehmungsberichte langten bei der ZAMG ein.

Wann die Versicherung für solche Schäden aufkommt, kannst du HIER nachlesen. 

Schon am 28. Dezember gab es ein Erdbeben in Kroatien, das man in Österreich spüren konnte.

69 Beben waren 2020 bereits in Österreich spürbar. Das sind deutlich mehr Erdbeben als üblich. 60 davon waren heimisch und fünf Erdstöße aus Italien, Slowenien und der Schweiz sowie vier aus Kroatien.

WOLFGANG LENHARDT VON DER ZAMG


ZUM AKTUELLEN ERDBEBEN:

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