Schularbeit bei -1 Grad

Maskenbefreiung nicht akzeptiert

Update 18. Jänner 2022 - Demo vor der Schule


Noch vor 06:45 Uhr haben sich Demonstranten vor der Volksschule Voitsberg versammelt. Die etwa 100 Teilnehmer demonstrieren für den Schüler, der seinen Test draußen vor der Schule schreiben musste & gegen die Coronamaßnahmen in den Schulen. Ein relativ hohes Polizeiaufgebot ist ebenso vor Ort um die Kinder und Lehrer zu schützen. 

Die Schüler sind gegen 07:20 Uhr durch die Hintertüre in die Schule gebracht worden.




AUFREGUNG IN VOITSBERG


Ein Facebook-Posting ist viral gegangen: Es zeigt ein Kind, das im Freien sitzt und offenbar schreibt. Im Hintergrund ein offenes Fenster.  Das Posting wurde binnen weniger Stunden tausendfach geteilt. Fakt ist: Ein 9-jähriger Bub musste am 10. Jänner einen Test bei -1 Grad Celsius draußen vor der Schule schreiben. 

Was war passiert?

Die Direktorin der Volksschule Voitsberg hat das ärztliche Attest des Jungen zur Maskenbefreiung nicht anerkannt, deshalb war der junge Schüler schon zuvor im Homeschooling, den Test wollte er aber unbedingt schreiben. 

Die Eltern haben sich dann mit der Schule auf diesen sehr kreativen Kompromiss geeinigt. Also - das Ganze hat mit Zustimmung der Eltern stattgefunden. Dass der Bursche nun in eine andere Volkschule geht, hat mit der Nichtanerkennung des Maskenbefreiungsattests zu tun. Allerdings ist die Familie auch umgezogen, der Schulwechsel war laut Bildungsdirektion angekündigt.


Die wichtigsten Infos zur Causa:

  • Der Test im Freien hat im Wissen der Eltern stattgefunden.
  • Die Fotos wurden von den Eltern gemacht.
  • Der Schulwechsel des Jungen wurde bereits vor diesem Vorfall beantragt. Grund war ein Umzug der Familie in eine andere Gemeinde.
  • Die Ablehnung des Maskenbefreiungsattests begründet die Bildungsdirektion damit, dass dieses Attest von einem Arzt ausgestellt wurde, der in der Vergangenheit bereits von der Ärztekammer aufgrund seiner Haltung zu Impfungen angezeigt wurde.
  • Dieses Attest wird auch von der neuen Schule, die der Junge besucht nicht anerkannt. Nach Informationen der Bildungsdirektion trägt der Junge nun einen Mund-Nasen-Schutz in der Schule.
  • Eine Maskenbefreiung sei laut Bildungsdirektion nachvollziehbar bei Kindern mit Autismus bzw. im Sonderschulbereich oder auch bei Asthmatikern.

Der Umstand, dass der 9-jährige Bub den Test im Freien bei Minusgraden geschrieben hat, ist durch die Bildungsdirektion geprüft worden. Ein Fehlverhalten der Schule wurde hier nicht festgestellt.

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(c) Jürgen Groß


Wer braucht keine Maske?

Nach Informationen des Gesundheitsministerium gilt: 

Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr sind von der Maskenpflicht befreit, 6- bis 14-Jährige dürfen statt der FFP2-Maske einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ebenso sind Schwangere von der FFP2-Maskenpflicht ausgenommen, sie brauchen aber auch einen MNS.

Ausgenommen sind weiters: 

Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen, Angststörungen oder mit fortgeschrittener Demenz, Asthma und Kinder mit ADHS etc. Auch gehörlose und schwer hörbehinderte Menschen und auch deren Kommunikationspartner dürfen während der Kommunikation auf die Maske verzichten. Das Gleiche gilt für Logopädinnen und Logopäden.