Satellitenjagd auf Borkenkäfer

Joanneum Research entwickelt Software

Verursachter Schaden ist enorm


Jedes Jahr richten die kleinen Borkenkäfer enormen Schaden. Sie fallen auf die bereits durch Sturmschäden, Klimaveränderungen und Monokulturhaltung geschwächten Fichtenwälder Österreichs ein. 

Satellitendaten sollen in Zukunft beitragen, den Schaden zu minimieren und eine Strategie gegen den Borkenkäferbefall zu entwickeln.

Das Feststellen von einem Borkenkäferbefall ist sehr mühsam. Begehungen sind notwendig, spezielle Pheromon-Fallen werden aufgestellt und seit Neuestem kommen auch ausgebildete Hund zum Einsatz.

Projekt „Beat it“

Unter der Führung von Janik Deutscher vom Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien bei Joanneum Research wurde das Projekt „Beat it“ ins Leben gerufen.
 Die Abkürzung „Beat“ steht für „Bark Beetle Detection from Space“. Die Umsetzung des Projekts soll zwei Jahre dauern.

Dem Projekt werden die Daten vom europäischen Erdbeobachtungssatelliten „Sentinel-2“ geliefert.
 „Sentinel-2“ macht alle paar Tage neue Bilder aus derselben Perspektive. Die Daten werden von einem Projektpartner bearbeitet und dann in einem eigenen Datenzentrum abgespeichert. Janik Deutscher analysiert danach die zeitliche Abfolge. 

Je nach Jahreszeit ändert sich die Farbe der Pixel. Durch diese Abfolge kann man zum Beispiel erkennen, welcher Baumbewuchs zu sehen ist. Janik Deutscher achtet auf die kleinen Veränderungen die durch den Borkenkäfer verursacht werden. Die Bäume die befallen werden, ändern die Farbe der Nadeln bzw. die Nadeln sterben ab. So kann erkannt werden, wo sich der Borkenkäfer befindet. Der Käfer selbst ist natürlich nicht ersichtlich. 

Das Ziel des Projekts ist es mit modernen Methoden und künstlicher Intelligenz eine Vorhersage treffen zu können, wo die nächsten Schäden auftreten werden und welche Orte besonders anfällig sind.

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