Rudolf Anschober tritt zurück

BKA / Christopher Dunker

Er ist "überarbeitet und ausgepowert"

Er zieht die Notbremse


In einer Pressekonferenz am 13. April hat unser Sozial- und Gesundheitsminister Rudolf Anschober seinen Rücktritt bekannt gegeben. Er war vor dem Rücktritt bereits krankheitsbedingt vom Dienst entschuldigt. Vertreten wird er bis zum 19. April weiterhin von Vizekanzler Werner Kogler. 

Der Mediziner und Ärztekammer-Funktionär Dr. Wolfgang Mückstein wird das Amt des Gesundheitsministers übernehmen.

Seit 14 Monaten durchgearbeitet


Rudolf Anschober sagt er habe seine Aufgaben als Gesundheitsminister mit Freude erfüllt und auch viel auf den Weg gebracht. Die letzten 15 Monaten fühlten sich für ihn wie 15 Jahre an. Die Pandemie hat ihn an seine Grenzen gebracht. Er hat steigende Blutdruck- und Zuckerwerte sowie einen beginnenden Tinnitus. Die Folge war: Kreislaufkollaps. Auch ein weiterer Versuch weiterzuarbeiten führte zu einem weiteren Kollaps. Die Ärzte haben ihm darauf zu einer Auszeit geraten. Die Pandemie macht aber keine Pause. In dieser Zeit braucht man einen Minister der zu 100 % fit ist. „Das bin ich nicht“ so Anschober. Deshalb hat er sich dazu entschieden, sein Amt niederzulegen.

Mit den Tränen gekämpft


In den nächsten Wochen will sich Rudolf Anschober darauf konzentrieren wieder gesund zu werden. Er hat aber noch keine konkreten Pläne für die Zeit danach. „Ich bedanke mich bei meiner großartigen Partnerin“. Bei diesen Worten musste unser Gesundheitsminister mit seinen Tränen kämpfen. In dieser schwierigen Zeit sind sie „so richtig zusammengewachsen“. Ebenso bedankt er sich bei seinen Mitarbeitern.


(c) BKA / Regina Aigner

Dr. Wolfang Mückstein -  neuer Gesundheitsminister


Der neue Gesundheitsminister ist ein "Mann der Praxis", so Vizekanzler Werner Kogler. 2007 hat Dr. Mückstein das erste Primärversorgungszentrum Österreichs eröffnet. In der Wiener Ärztekammer fungiert er als Referent für Gruppenpraxen und Organisationsformen.

In der Pressekonferenz am 13. April erklärte Mückstein, dass er großen Respekt vor der neuen Aufgabe hat und, dass er unpopuläre Entscheidungen treffen wird, wenn er das als Mediziner für nötig hält. 

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