Richtig heizen

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Energie sparen

Wenn es draußen kälter wird, wird es drinnen wärmer. Aber was bringt es, wenn du die Heizung auf Stufe 5 drehst? Was bedeuten die Zahlen und Striche am Thermostat? Wie kannst du Energie sparen? Diese und viele weitere Fragen haben wir beantwortet: 


  1. RICHTIGE TEMPERATUR
    Am besten du testest die Temperaturunterscheide deines Thermostates aus. Dabei solltest du jede Ventil-Einheit für ein paar Stunden eingestellt lassen, um zu sehen, ob du dich bei dieser Raumtermperatur wohl fühlst. Grundsätzlich gibt es aber Richtwerte:

      Durchschnittliche Raumtemperatur: sollte etwa 20° C  betragen.

      Badezimmer: hier können es auch 22° C  sein.
    Küche: dort kann es ruhig weniger sein, da hier regelmäßig über Elektrogeräte Wärme erzeugt wird.
    Wohnzimmer: Auch hier reicht die durchschnittliche Temperatur von 20° C.
    Schlafzimmer: 17 bis 18° C , oder sogar weniger, sind hier angenehm.
    Unbenutzte Räume oder niemand daheim: hier reicht sogar eine Temperatur von 16° C.

    Programmierbare Thermostate: Diese ersparen dir das Frieren am Morgen. Damit kannst du die Wärme für jeden Raum optimal regulieren.

    Nachtabsenkung: Ob sinnvoll oder nicht wird gerne diskutiert. Du kannst es aber für dich testen! Schalte in einer Nacht mit 0° C die Heizung aus. Am nächsten Morgen prüfst du dann, wie tief die Temperatur gefallen ist. Das zeigt dir wie viel Energie deine Wohnung speichern konnte. Sinnvoll ist es die Temperatur um maximal zwei Graz zu senken, damit nicht unnötig Energie beim erneuten Erhitzen verbraucht wird.

    Achtung! – Die Raumtemperatur sollte nie unter 16° C betragen. Dennoch solltest du auch wissen, dass du pro Grad  etwa 6% Energie sparst.

  2. HEIZUNG RICHTIG EINSTELLEN
    Dafür solltest du wissen, wofür die Zahlen am Thermostat stehen:

    *: ca. 5° C, Frostschutz
    Stufe 1: ca. 12° C
    Stufe 2: ca. 16° C
    Stufe 3: ca. 20° C
    Stufe 4: ca. 24° C
    Stufe 5: ca. 28° C

    Die Striche zwischen den Zahlen stehen für je ein Grad.


    Zentrales Thermostat: Ist in deiner Wohnung ein zentrales Thermostat für die Heizungsanlage deiner Wohnung zuständig, dann solltest du die Ventile der einzelnen Heizkörper aufdrehen. Wenn du deine Wohnung gerne auf 20° C erwärmen möchtest, sollten alle Heizkörper aufgedreht sein. Außer du möchtest bestimmte Räume kühler halten, dann kannst du die Temperatur über die Heizkörper dementsprechend regulieren.

    Achtung! – Irrglaube: Viele drehen die Heizung auf  Stufe 5, damit die Heizkörper schneller warm werden. Das funktioniert  nur leider nicht. Er heizt dann nur bis zur gewünschten Raumtemperatur  weiter.

  3. HEIZUNG ÜBERPRÜFEN
    Wenn die Heizung kalt bleibt, kann das daran liegen, dass sich Luft im Heizkörper befindet. Das heiße Wasser kann dann nicht zirkulieren und in den Rohren aufsteigen.  Darum unbedingt regelmäßig die Heizung entlüften und Wasserdruck kontrollieren.

  4. HEIZBEGINN
    Du solltest frühestens ab Oktober heizen, bis Ende April. Natürlich musst du dabei die Region und das Wetter berücksichtigen.

  5. WÄRMEVERLUST VERMEIDEN

    Rollläden – Lass nachts deine Rollläden herunter – dadurch reduzierst du den Wärmeverlust um bis zu 20%.
    Vorhänge – Auch durch das Zuziehen deiner Vorhänge sparst du kostbare Energie.
    Wände dämmen – es lohnt sich Wände hinter den Heizkörpern zu dämmen. Über die Heizkörpernische geht viel kostbare Energie verloren. Wie sinnvoll eine Dämmung ist sollte man mit einem Energieberater abstimmen.
    Fenster und Türen abdichten – mit einem Gummidichtungsband oder Schaumstoff kannst du Spalten auffüllen.
    Heizkörper nicht verdecken – deine Heizkörper erfüllen nur ihren Zweck, wenn sie "Freiraum" bekommen und nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt werden.

  6. RICHTIG LÜFTEN 
    Du hast es wahrscheinlich schon tausendmal gehört: Stoßlüften statt Kippen! Die Feuchtigkeit in den Räumen muss raus, damit sich kein Schimmel bilden kann. Deshalb solltest du zwei- bis viermal täglich die Fenster ganz öffnen. Ein ständig gekipptes Fenster kommt sehr teuer! Mit einem Hygrometer kannst du die Luftfeuchtigkeit messen. Dabei sollte der Wert der Feuchtigkeit nicht mehr als 65% im Haus betragen und auch nicht weniger als 35%.

  7. STROM SPAREN
    Heizlüfter sind wahre Stromfresser. Das bedeutet auch nichts Gutes für dein Bankkonto! Darum lieber bei Möglichkeit darauf verzichten.


Quellen: utopia.de




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