Psychotricks der Händler

Diese Tricks verführen uns zum Kaufen

Ein Besuch am Adventmarkt gehört zur Weihnachtszeit einfach dazu. Neben den Glühwein-, Punsch- und Baumkuchen-Standln gibt's auch viele Stände, die Kunsthandwerk oder Spielzeug anbieten. Nur wenige verlassen den Weihnachtsmarkt mit leeren Händen. Warum das so ist, erfährst du hier: 

Touchy Touchy

Kerzen, Kuscheltiere oder Christbaumkugeln - am Adventmarkt gibt es viel zu entdecken. Das große Problem: Wenn man einmal was in der Hand hatte, will man es oft nicht mehr hergeben. Dafür gibt es sogar einen Namen: Den Endowment-Effekt, auch Besitztumseffekt genannt. Sobald wir etwas berühren, haben wir das Gefühl, es schon zu besitzen. Und es wieder abgeben zu müssen, tut weh.

"Gratis"

Die Händler ködern mit vermeitlichen Schnäppchen. Auf den Weihnachtsmärkten wird zum Beispiel mit „3 zu einem Preis von 2“ geworben. Das verleitet dich, mehr Geld auszugeben und lässt dich aber gleichzeitig im Glauben, dass du gespart hast. Diesen Trick nennt man Zero-Price-Effekt. 

Die Atmosphäre

Bunte Lichterketten, Zimtduft, Glühwein und alles glitzert und funkelt. Aber Achtung! Vor allem Männer sind jetzt kaufgefährdet, wie eine Studie schon 2007 zeigen konnte. Wenn dann im Standl auch noch eine nette Dame steht, kaufen manche Männer mehr, als sie eigentlich wollten. 

Schönreden

Wenn uns Waren schön präsentiert werden, dann kaufen wir sie auch eher. Dahinter steckt der sogenannte Framing-Effekt. Bestes Beispiel dafür: das halbvolle Glas. Je nachdem, ob es als „halbvoll“ oder „halbleer“ angepriesen wird, verbucht es das Gehirn als Gewinn oder Verlust. Auf deinem Weihnachtsmarkt gibt es viele handgemachte Produkte. Diesen schreiben wir einen besonderen Wert zu und kaufen sie daher gern. 

"Das könnte dir auch gefallen!"

Lass dich nicht über den Tisch ziehen. Der Decoy-Effekt – auch Täuschungs-Effekt genannt – wird oftmals nicht vom Verbraucher durchschaut. Dabei interessierst du dich für zwei Produkte: A und B. A ist teurer und B kann aber deutlich mehr. Der Händler will natürlich das teurere Produkt verkaufen und sucht sich ein weiteres Produkt C, welches zwar eine besser Leistung hat als B, aber vor allem noch mehr kostet als A. Damit denkst du, dass du mit A ein Schnäppchen machst. 

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