Prozess gegen Becherwerfer

GEPA

Es droht ihm eine Freiheitsstrafe

August 2018 | Match Sturm Graz gegen AEK Larnaka (Zypern)

Ein Steirer wirft einen vollen Hartplastikbecher in Richtung Spielfeld und trifft dabei den Schiedsrichter-Assistenten Frederik Klyver. Dieser wird dabei verletzt und geht blutig zu Boden – Rissquetschwunde am Kopf. Daraufhin wird das Spiel unterbrochen und erst nach 40 Minuten wieder fortgesetzt. 

Prozess des Jahres für die Medien

Der Prozess gegen den vorbestraften 34-Jährigen findet im Bezirkgsericht (BG) Hermagor statt, bei Richterin Andrea Wetschnig. Das Interesse ist groß bei den Medien. Der Steirer steht nun wegen Skidiebstählen – er soll im März Ski auf dem Nassfeld gestohlen haben – und wegen Körperverletztung vor Gericht. Man wird klären, ob es sich bei dem Becherwurf auch um eine "heimtückische Vorgangsweise" handelt. Zusätzlich kommt der Entscheidung eine hohe generalpräventive Wirkung zu – potenzielle Nachahmer sollen abgeschreckt werden. 

Auf Aufnahmen ist zu sehen, wie er den Becher wirft, demnach hat er diese Tat auch schon zugegeben. Wird er jetzt wegen Körperverletztung verurteilt, droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe von bis zu 720 Tagessätzen. 


Quelle: Kleine Zeitung

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