Pollen-Saison Start

Allergien erkennen und behandeln

Pollen-Saison in der Steiermark  

20 Prozent der Steirer haben mit den Symptomen einer Pollenallergie zu kämpfen – Tendenz steigend. Ausgelöst wird eine Pollenallergie durch Blütenstaub von Pflanzen. Da die Pollen eingeatmet werden, gehört diese Allergieform zu den Inhalationsallergien. Vor allem die Gräserpollen machen den meisten zu schaffen.

Pollen-Kalender

Hasel und Erle treiben den Allergikern frühzeitig Tränen in die Augen. Schuld daran ist das warme und trockene Wetter. Darauf folgen dann die Birkenpollen, die auch von vielen Steirern nicht vertragen werden. Darum haben wir für dich mit dem Universitätsprofessor Dr. Werner Aberer gesprochen und uns die Antworten zu den FAQs der Pollenallergiker geholt.

Wie erkenne ich eine Allergie? 

Die Symptome können ganz unterschiedlich ausgeprägt sein:

  1. Der klassische Heuschnupfen zeigt sich durch eine laufende Nase. Wenn es dabei bleibt, kannst du dich glücklich schätzen. Denn die Symptome könnten druchaus intensiver ausfallen.

  2.  Zusätzlich zum Schnupfen kann es zu massivem Juckreiz, verstopfter Nase und Augenreizungen kommen. Dieser Zustand fühlt sich dann oft an, wie eine Grippe.

  3. Bei 20 bis 30 Prozent der Allergiker entwickelt sich sogar Asthma. Hier ist dann auch die Lunge von der Allergie betroffen.

Auf was muss ich ganz besonders achten?

Es gibt sogenannte Kreuzallergien. Wenn du beispielsweise stark auf Birkenpollen reagierst, solltest du dich auch auf eine Soja-Allergie testen lassen. Viele Pollenallergiker reagieren auch auf Obst. Da brauchst du laut Dr. Werner Aberer aber keine Sorgen machen: „Das ist eher ein Lernprozess. […] Wichtig ist, was der Einzelne verspürt.“

Am besten ist es du hörst auf deinen Körper. Falls du nach einem Apfel ein unangenehmes Gefühl im Mund verspürst, ist das kein Grund zur Sorge. Du musst einfach für dich selber entscheiden, ob du ihn dennoch genießen kannst oder nicht.

Was kann man dagegen tun?

Den Pollen völlig aus dem Weg zu gehen, ist faktisch unmöglich. „Da müsste ich ja ab Anfang März die Fenster dicht machen.“, so Dr. Werner Aberer. Dennoch hat der Experte ein paar Tipps für dich:

  1. Outdoor-Sport meiden 
    Tagsüber solltest du draußen keinen Sport machen. Vor allem nicht bei Temperaturen über der 10 Grad Grenze.

  2. Antihistaminpräparate einnehmen 
    Am besten eine Tablette täglich einnehmen und das regelmäßig. Denn starke Symptome abwarten, ist nicht die beste Taktik. Denn bei allergischen Reaktionen wird vom Körper Histamin freigesetzt, welches Juckreiz, Entzündungen und Schwellungen auslöst.

  3. Pollenfreie Zone schaffen
    Vor allem nachdem du draußen unterwegs warst, solltest du dich daheim schnell umziehen und abduschen. So kannst du dann die Pollenbelastung in deinen eigenen vier Wänden in Zaum halten.

  4. Sonnenbrille aufsetzen
    Setze draußen eine Sonnenbrille auf, damit kannst du unangenehme Augenreizungen vermeiden. Auch wenn du so nicht alle Pollen fernhältst, kommst du so zumindest gegen einen Teil der Pollen an.

  5. Gesunder Lebensstil
    Auch wenn durch einen gesunden Lebensstil die Allergie nicht heilbar ist, kannst du so die Symptome lindern:

Pollensaison: So beugen Kontaktlinsenträger vor 

Sind die Augen aufgrund des Pollenflugs einmal hoffnungslos gerötet, ist es fast schon zu spät: Die Steirische Landesinnung der Augenoptiker / Optometristen verrät, was Kontaktlinsenträger frühzeitig gegen allergische Reaktionen tun können – und wie sie erkennen, ob es sich um eine Pollenallergie handelt oder ob andere Faktoren im Spiel sind.

Tränende Augen und Jucken – erstaunlich viele Kontaktlinsenträger meinen, dass diese Symptome bedeuten, sie würden ihre Linsen nicht mehr vertragen. Dabei hat das gerade im Frühjahr meist eine ganz simple Begründung: Die Pollensaison ist angebrochen. Aktuell macht uns die Blüte von Hasel und Erle zu schaffen; Esche und Birke rücken näher. Die Pollen geraten zwischen Linsen und Augen und sorgen dort für Reizerscheinungen wie Rötungen und unangenehmes Jucken. 

Gabriele Machhammer, Steirische Landesinnungsmeisterin der Augenoptiker / Optometristen, verrät, was Kontaktlinsenträger bereits im Vorfeld tun können, um ihre Augen schonend durch das Frühjahr zu bringen – und was sie tun können, wenn sie die ersten Reizsymptome bemerken.

Rote Augen im Frühjahr? Die vier wichtigsten Fragen und Antworten:

Welche Linse ist jetzt für mich die beste?

Am effektivsten hat sich erwiesen, in diesen Tagen auf Tageslinsen umzusteigen, und das möglichst frühzeitig, bevor es zu Problemen kommt. Der Grund: Diese sind, wenn Sie direkt der Verpackung entnommen werden, am hygienischsten und übertragen garantiert keine Pollen und andere Partikel auf die Augen. Machhammer sagt: „Wir werden auch öfter gefragt, ob harte oder weiche Linsen besser sind. Unserer Erfahrung nach bevorzugen die meisten, aber nicht alle Menschen, während der Pollensaison weiche Kontaktlinsen.“ Diese Frage sollten Sie am besten mit einem Kontaktlinsenspezialisten klären und verschiedene Linsentypen ausprobieren. Wichtig ist alleine das persönliche Verträglichkeitsgefühl.

Was muss ich im Umgang mit Linsen besonders beachten?

„Wer nicht auf Tageslinsen umsteigen möchte, der sollte bereits jetzt besonders akribisch auf die richtige Reinigung und Pflege laut Packungsanweisung achten“, rät die Landesinnungsmeisterin. „Wir empfehlen auch, untertags zusätzliche Kontaktlinsenpausen einzulegen, während derer Sie beispielsweise eine Ersatzbrille aufsetzen.“ Apropos Brille: Sonnenbrillen über den Linsen bieten eine zusätzliche Schutzschicht vor Pollen. 

Wie wappne ich meine Augen am besten gegen den Pollenflug?

„Augen, die genügend Tränenflüssigkeit produzieren, sind weniger anfällig für Reizungen“, sagt Machhammer. Deswegen hat die Schonung der Augen jetzt Priorität. Aufgrund von Bildschirmarbeit und der teils unnötigen Beheizung der Räume sind die Augen aber oft trocken. Sie können die Produktion der Tränenflüssigkeit anregen, in dem sie zum Beispiel regelmäßig einige kräftige Lidschläge durchführen, Bildschirmpausen einlegen und die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Vermeiden Sie auch windige und rauchige Orte. „Unser wichtigster Tipp: Reiben Sie sich auf keinen Fall die Augen, denn so geraten Pollen, Staubpartikel aber auch Bakterien besonders schnell hinein!“

Wie erkenne ich, ob es „nur“ eine Pollenallergie ist? 

Gereizte Augen und ein unangenehmes Gefühl bei der Verwendung von Kontaktlinsen können als Symptom viele Ursachen haben. Unter anderem Veränderungen des Tränenfilms, eine beginnende Bindehautentzündung aber auch zu lange Tragezeiten und unpassende Reinigung der Linsen. Auch gegen Pflegemittel kann man Unverträglichkeiten entwickeln. Nur in den seltensten Fällen handelt es sich um eine allergische Reaktion auf das Linsenmaterial selbst, denn das mittlerweile verwendete Silikonhydrogel oder Hydrogel gilt als sehr verträglich. Wurde eine Augenerkrankung durch den Facharzt ausgeschlossen, kann ein Gespräch mit dem Kontaktlinsenspezialisten klären, woran es im konkreten Fall liegt und wie man möglichst schnell seine Kontaktlinsen wieder problemlos verwenden kann. Oft reicht bereits ein anderer Umgang mit den Linsen, manchmal hilft ein Wechsel der Marke bzw. -typs oder der Reinigungsflüssigkeit.

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