Opfer von Betrügern

Mehrere Pensionisten betroffen

Falsche Polizisten


In Graz und Leoben sind am 20. September einige Pensionisten Opfer von Betrügern geworden. Sie haben sich als Polizisten ausgegeben und in einem Fall sogar einen sechsstelligen Betrag ergaunert. Zudem sind auch noch betrügerische SMS und falsche Paket-Dienste eine der Maschen. 

Mehrmals hat die Polizei bereits vor Anrufen gewarnt, bei denen Unbekannte mit einem meist hochdeutschen Dialekt sich als österreichische Polizisten ausgeben und von angeblichen Notsituationen von Angehörigen berichten. Oft erzählen die Anrufer von einer Tochter oder Nichte, die einen Verkehrsunfall verursacht hat und die Versicherung nicht zahlt, weil sie bereits abgelaufen ist. Teils haben sie sogar „wimmernde“ Frauenstimmen im Hintergrund, um die Situation glaubhafter zu machen. 

In Graz haben mehrere Pensionisten genau richtig auf die Anrufer reagiert: Mit den Worten „Ich kenne diese Masche bereits aus den Medien“ hat eine 74-jährige Grazerin das Telefonat beendet,

Allein in Leoben sind am 20. September sieben solcher Betrugsversuche registriert worden. Dabei haben die Täter einer 66-Jährigen gesagt, dass ihre Tochter ins Gefängnis kommt, wenn sie eine bestimmte Summe nicht bezahlt. Die eingeschüchterte Dame hat daraufhin einer Tatverdächtigen Frau, die etwa 1,60 bis 1,65 Meter groß war und dunkle Haare hatte, Goldmünzen im Wert von 100.000 Euro gegeben. Die Frau hat die Münzen hastig genommen und ist geflüchtet.

Bundeskriminalamt und Polizei bitten um Vorsicht:

  • Beim Erhalt der SMS: Wie authentisch sind Absender und Inhalt?
  • Überprüf die SMS auf Rechtschreib- und Grammatikfehler: Cyberkriminelle agieren oftmals international und nutzen Übersetzungstools, was den Texten anzumerken ist.
  • Kontrolliere die Telefonnummer des Absenders, um sicherzustellen, dass sie wirklich zum angegebenen Unternehmen gehört.
  • Beachte, dass auch scheinbar echte Nummern nicht automatisch eine authentische Nachricht bedeuten. Betrüger sind oft in der Lage, andere Telefonnummern (oder Mail-Adressen) vorzutäuschen.
  • Installiere Anti-Schadsoftwareprogramme und halte sie am aktuellsten Stand.

Was tun, wenn du bereits auf einen betrügerischen Link geklickt hast?

  • Hast du den Link bereits aufgerufen (möglicherweise Drive-By Infektion) oder die gesamte Schadsoftware installiert, aktiviere den Flugmodus, um das Endgerät aus dem Mobilfunknetz zu nehmen. Dadurch kann das weitere Versenden von SMS und eine Kommunikation mit anderen Geräten verhindert werden.
  • Durch das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen kann die Schadsoftware entfernt werden. Ein einfaches Löschen der Applikation ist zu wenig.
  • Informiere dich im Falle einer Installation der Schadsoftware Ihren Mobilfunkprovider und auch Finanzdienstleister über den Vorfall.
  • Überprüfe dein Bankkonto und deine Zahlungsdaten genau.