Olympia 2026 in der Steiermark

Machbarkeitsstudie

Olympia 2026 in der Steiermark machbar

Der Campus 02, Joanneum Research und die TU Graz haben eine Machbarkeitsstudie für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 in Graz vorgelegt. Laut Organisatoren ist Olympia 2026 möglich: "Graz 2026 ist ohne großes Risiko möglich." Geprüft wurden  "Worst, Realistic und Best Case". Die Zahlen werden nun vom Land  Steiermark geprüft. 

Studienautorin  Katharina Tatra vom Campus 02 sagte: "Was das  Durchführungsbudget  betrifft, haben wir das Vorsichtsprinzip angewandt  und daher drei  wirtschaftliche Szenarien berechnet: Worst, Realistic und  Best Case.  Aus budgetärer Sicht sind die Olympischen und Paralympischen   Winterspiele 2026 absolut durchführbar und das mit einem geringen   finanziellen, aber gut kalkulierbaren Risiko."


Foto: GEPA pictures die Verantwortlichen und Studienautoren Robert Kaspar (Graz 2026), Peter Mennel (ÖOC), Philipp Groborsch (Graz 2026), Joachim Pölzl (Graz 2026), Michaela Reichel (Graz 2026), Katharina Tatra (Campus 02), Peter Meiregger (Campus 02), Michael Kernitzkyi (Joanneum Research), Markus Pichler (Graz 2026), Michael Haberl (TU Graz) und Elmar Mandl (Graz 2026, v. l.)

Gute Infrastruktur

Olympische  und Paralympische Winterspiele 2026 seien für Graz und die  Partnerregionen machbar, "da zum größten Teil nicht nur auf  bereits bestehende sportliche Infrastruktur zurückgegriffen werden  kann", hieß  es bei der Präsentation der Studie. Know-how und Erfahrungsschatz von Vereinen und Verbänden sei vorhanden. Sowohl durch die bestehende Infrastruktur, als auch durch die Kompetenz der ansässigen Vereine könnten "Kostenexplosionen wie bei Spielen in der Vergangenheit von Anfang an ausgeschlossen werden".

Organisations-Budget von 1,137 Milliarden Euro

Transport und Verkehr könnten "ohne kostenintensive Infrastrukturmaßnahmen und mit umfangreichen organisatorischen Vorbereitungen vergleichsweise sparsam kalkuliert werden". Realistisch sei ein Organisations-Budget  von 1,137 Milliarden Euro - "für das keine öffentlichen Gelder benötigt werden", so die Organisationsgesellschaft. "Die im Realistic Case berechneten Erlöse decken die budgetierten Kosten insofern, als noch  eine Reserve von rund 100 Millionen Euro zur  Verfügung steht", ist der vorgelegten Studie zu entnehmen. Nur im "Worst  Case" wäre ein Zuschuss durch die öffentliche Hand in Höhe von 53 Millionen Euro notwendig. Dieser Zuschuss wäre aber als vertretbar anzusehen, wenn man die zusätzlichen Steuereinnahmen (plus 665 Millionen Euro – siehe weiter unten) in Betracht zieht.

Bekanntheitsgad von Graz könnte weltweit gesteigert werden

Pichler  betonte den zu erwartenden Bekanntheitsgrad: Graz würde in einem  Atemzug mit Olympia-Städten wie Tokio (2020), Peking  (2022), Paris  (2024) und Los Angeles (2028) genannt werden. "Graz könnte sich somit  auf der Weltkarte langfristig positionieren und einen  unbezahlbaren  Werbewert bekommen." Olympia soll zusätzlich ein "Motor"  sein, um  wieder mehr Kinder in Österreich für Sport zu begeistern.

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