Nomophobie

Angst, nicht erreichbar zu sein

Nicht erreichbar? Nicht denkbar!


Unter Nomophobie versteht man die Angst davor, über sein Smartphone nicht erreichbar zu sein. Der Begriff kommt aus dem Englischen und steht für "No-Mobile-Phone-Phobia". Übersetzt heißt das so viel wie: Angst, kein Mobiltelefon zu haben.

Wer ist betroffen?

Diese Angst der Unerreichbarkeit tritt am häufigsten bei Smartphone-Usern zwischen 18 und 25 Jahren auf. Meistens nehmen die Betroffenen ihre Smartphones sogar mit aufs Klo oder ins Bett. Generell leiden Frauen angeblich häufiger unter Nomophobie als Männer.

Ursachen einer Nomophobie

Bei dieser Angst wird das Smartphone meist exzessiv genutzt, um wichtige Infos nicht zu verpassen. Je häufiger das Handy benutzt wird, desot größer ist auch die Abhängigkeit von den Funktionen des Telefons. Geht das Handy verloren, oder ist man aufgrund eines Funklochs oder eines leeren Akkus kurzzeitig nicht erreichbar, kommt es zu einem übermäßigen Angstempfinden.

Eine wichtige Ursache von Nomophobie ist die Angst, den Kontakt zu Freunden und Familie nicht aufrechterhalten zu können. Anderen bietet das Smartphone die Sicherheit, in allen Lebenslagen, auch in Notsituationen, schnell reagieren zu können. Ohne ihr Handy fühlen sich die Betroffenen weniger flexibel, teilweise auch einsam und innerlich leer.

Nomophobes Verhalten

Eine Sucht nach dem Smartphone und der ständigen Erreichbarkeit liegt dann vor, wenn das Zücken des Handys nicht mehr kontrolliert werden kann. 

Was hilft gegen die "Smartphone-Sucht"?

Was helfen kann: Sich der Situation zu stellen und wirklich mal nicht erreichbar zu sein. Das Handy täglich zu einer gewissen Zeit bewusst abzuschalten und zu spüren, dass ein Leben ohne Smartphone durchaus noch möglich ist. Das enorme Verlangen nach dem Smartphone soll so bekämpft werden.

Außerdem kanns hilfreich sein, das Handy zu verstauen und auf lautlos zu stellen. Besonders beim Essen oder im Büro sollte es nicht am Tisch liegen. Mit diesen kleinen Tricks kann der ständige Blick auf das Gerät vermieden werden. Und auch die Anspannung, die durch das Handy versursacht wird, kann mit der Zeit nachlassen.

Mittlerweile gibt es sogar Suchteinrichtungen, die auf die Behandlung von Internetsucht spezialisiert sind und auch Nomophobie therapieren. Dort werden beispielsweise Verhaltensmuster erlernt, die den Blick aufs Smartphone ersetzen.

Bist du von Nomophobie betroffen?

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