Neuerungen für Autofahrer 2023

Alle Infos zu Verkehr, Reisen und Co

sprit wird teurer, höhere beträge für Pendlerpauschale und und und...


Das neue Jahr bringt auf den steirischen Straßen und somit auch für uns Autofahrer viele Neuerungen. Hier gibt’s alle Infos, die ihr für 2023 wissen müsst.  

verkehr


spritpreise steigen durch co2-bepreisung

Die zusätzliche CO2-Bepreisung vom Oktober wird mit Jahresbeginn weiter erhöht. Eine Tonne CO2 soll statt 30 jetzt 35 Euro kosten. Wegen der Teuerungswelle wird eine Tonne CO2 jetzt auf 32,5 Euro halbiert. Für die Preise an den Zapfsäulen heißt das: Diesel wird um 0,75 Cent pro Liter teurer, Benzin um 0,68 Cent pro Liter.  

klimabonus hängt vom wohnort ab

Die Höhe des regionalen Klimabonus wird 2023 vom Wohnort abhängen. Je nach Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und allgemeine Infrastruktur (Krankenhäuser, Schulen etc.) erhalten Personen mit Hauptwohnsitz in Österreich mehr oder weniger Geld. Personen unter 18 Jahren erhalten die Hälfte des regionalen Klimabonus. Menschen mit Behinderungen, die eine Mobilitätseinschränkung haben, erhalten den Maximalbetrag des regionalen Klimabonus. 

erhöhte beträge für pendlerpauschale und pendlereuro laufen aus

Die wegen der hohen Spritpreise temporär erhöhten Beträge von Pendlerpauschale und Pendlereuro sollen nur noch bis Ende Juli 2023 gültig sein. Generell soll es laut ÖAMTC aber eine Pendlerpauschale-Reform geben. Pendler sollen eine einkommensunabhängige und klimometergenaue Kostenabgeltung bekommen.  


verschärfungen bei normalverbrauchsabgabe

Die sogenannte NoVA ist einmalig für Neufahrzeuge zu zahlen. Mit 2023 steigt die um einen Prozentpunkt für alle neuen PKW, die mehr als 104 Gramm an CO2 je Kilometer abgeben.  

Für verbrauchsstärkere Autos wird es noch teurer: Pkw, die mehr als 170 Gramm CO2 je Kilometer ausstoßen, zahlen ab 2023 einen Malus von 70 Euro für jedes Gramm über dem Grenzwert (2022: 60 Euro).Diese Maßnahme trifft Autos mit einem Verbrauch von mehr als ca. 6,5 Liter Diesel oder rund 7,5 Liter Benzin. 

Darüber hinaus wird der Maximal-Steuersatz für den NoVA-Prozentsatz bei Pkw mit Jahresbeginn auf 70 Prozent angehoben (2022: 60 Prozent). Diese Maßnahme trifft Autos mit einem Verbrauch von über 15 Liter Diesel oder beinahe 18 Liter Benzin und mehr - also rund dreimal so viel wie ein durchschnittlicher neuer Verbrenner. Auch bei Klein-Lkw kann es zu Verteuerungen kommen, denn auch hier kommt es zu NoVA-Verschärfungen, wenn auch erst ab höheren Verbräuchen. 

Übergangsregelung: Wer für ein Neufahrzeug einen unwiderruflichen schriftlichen Kaufvertrag vor dem 1. Dezember 2022 abgeschlossen hat, ist von den NoVA- Erhöhungen nicht betroffen, sofern das Fahrzeug vor dem 1. April 2023 geliefert wird. 

 

verschärfungen bei der motorbezogenen versicherungssteuer

Die mVSt fällt für fast alle Autos, die ab 1. Jänner 2023 erstmalig zugelassen werden, um 34,56 Euro pro Jahr höher aus als bei einer Erstzulassung im Jahr 2022. Wichtig: Für bereits zugelassene Fahrzeuge ändert sich nichts. 

niedrigere steuer für wohnmobile ab juni 2023

Für Besitzer eines Wohnmobils der Aufbauart SA ändert sich ab 1.Juni 2023 die Berechnungsbasis für die motorbezogene Versicherungssteuer. Die CO2-Emissionen sind nun nicht länger relevant. Das gilt auch für Wohnmobile, die bereits nach dem 30.September 2020 erstmalig zum Verkehr zugelassen wurden.  


verschärfung bei privater dienstwagennutzung

Zu einer Verschärfung kommt es beim Sachbezug bei der Privatnutzung von Firmenfahrzeugen: Wer ein Firmenfahrzeug auch privat nutzt, muss dafür Steuern bezahlen. Überschreiten die CO2-Emissionen laut den Papieren einen bestimmten Grenzwert, müssen in der Regel 2 Prozent der Anschaffungskosten pro Monat versteuert werden. Für Firmenfahrzeuge, die im Jahr 2023 erstmalig zugelassen werden, wird der bisherige CO2-Grenzwert auf 132 Gramm je Kilometer abgesenkt. Für E-Fahrzeuge fällt auch weiterhin kein Sachbezug an. 

verbesserung für e-firmenauto-nutzer

Erhalten Arbeitnehmer für das Laden eines E-Firmenautos einen Kostenersatz vom Arbeitgeber, dann soll dieser künftig lohnsteuer- und abgabenfrei sein. Ab 2023 sollen Arbeitgeber zudem die Kosten der Errichtung einer Lademöglichkeit bei Arbeitnehmer zu Hause von bis zu 2.000 Euro lohnsteuer- und abgabenfrei übernehmen können. 


RECHT


"pickerl" - qr-code ab februar

Ab 2. Februar 2023 wird das sogenannte "Pickerl", mit einem neuen Layout versehen und erhält zusätzlich einen QR-Code. Mithilfe dieses QR-Codes kann eine elektronische Version des Gutachtens aus der zentralen Datenbank abgerufen werden. 

Ab 20. Mai 2023 muss im Zuge Begutachtung eine Erfassung der Fahrleistungen und Verbrauchsdaten von Fahrzeugen mit erstmaliger Zulassung ab 1. Jänner 2021 vorgenommen werden. Diese Daten werden inklusive Fahrzeug-Identifizierungsnummer an eine zentrale Datenbank des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie gesendet und von dort an die europäische Umweltagentur weitergeleitet.  

Ziel: Feststellung, ob die bei der Fahrzeuggenehmigung gemessenen Verbrauchswerte eingehalten werden. 


ab august diebstahlrelevante kfz-bauteile für alle werkstätten zugänglich

Im August 2023 soll SERMI online gehen. SERMI (Security related Repair and Maintenance Information) soll freien Werkstätten einen Zugang zur Reparatur von diebstalrelevanten Bauteilen (Schlüssel, Schlösser, Wegfahrsperre) ermöglichen. Dies ist ein Meilenstein in der Aufrechterhaltung der freien Werkstattwahl, da Zugangs-Beschränkungen zur Fahrzeugelektronik die Arbeit von freien Werkstätten zusehends erschweren. 


34. STVO Novelle - Fahrzeugbeschlagnahme für extreme raserei geplant

2023 könnte mit der 34. StVO-Novelle die schon in Medien kolportierte Fahrzeugbeschlagnahme und die Versteigerung bei extremer Raserei kommen. Diese Novelle wirft aber sehr viele Fragen auf, sowohl verfassungsrechtliche als auch zum Umgang mit Umgehungen, und dürfte noch etwas auf sich warten lassen. 

preisanpassungen bei der vignette 

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben werden die Vignettentarife angepasst. Somit kostet 2023 die Pkw-Jahresvignette 96,40 Euro, jene für Motorräder 38,20 Euro. Die Zwei-Monats-Vignette kostet 29,00 für Pkw bzw. 14,50 Euro für Motorräder, die Zehn-Tages-Vignette 9,90 Euro für Pkw bzw. 5,80 Euro für Motorräder. 

reisen


ungarn und slowakei - höhere vignetten-Preise

In Ungarn verteuert sich die Monatsvignette für Pkw gleich um 70 Prozent auf 8.900 Forint (ca. 21 Euro), die Wochenvignette kostet nun 5.500 Forint (umgerechnet etwa 13 Euro), eine Verteuerung um 44 Prozent. Vergleichsweise moderat fällt die Preiserhöhung um fünf Prozent für die Jahresvignette aus, die nun 49.190 Forint (119 Euro) kostet. 

Im Nachbarland Slowakei verteuert sich die Zehn-Tages-Vignette von zehn auf zwölf Euro, die Monatsvignette von 14 auf 17 Euro und die Jahresvignette von 50 auf 60 Euro. 


Schweiz - E-Vignette

Die Schweiz bekommt im Laufe des Jahres 2023 eine elektronische Vignette. Ähnlich zu Österreich ist ein Parallel-Betrieb geplant - sowohl Klebe- als auch E-Vignette stehen dann zur Verfügung.  

Kroatien - Euro und keine Grenzkontrollen

Die Neuerungen 2023 für Kroatien stellen für viele Reisende eine Erleichterung dar: kein Geldwechsel mehr und auch die Kontrollen an den Grenzen sind in dem bisherigen Ausmaß Geschichte. Denn: Kroatien tritt mit 1. Jänner 2023 dem Schengenraum bei und der Euro löst die Kuna als Währung ab. Bis 14. Jänner können beide Währungen parallel verwendet werden, ab 15. Jänner wird nur noch eine Bezahlung in Euro akzeptiert. Kroatische Geschäftsbanken wechseln Restbestände noch bis Ende 2023, ab 2024 müsste man sich an die kroatische Zentralbank wenden. 


Italien - Eintritt in Venedig

Die ursprünglich ab 16. Jänner 2023 geplante Eintrittsgebühr für Tagestouristen wird um ein halbes Jahr verschoben. Dann wird der Eintritt in die Stadt ohne Übernachtung nur nach Kauf eines Online-Tickets möglich sein. Der Preis soll zwischen drei und zehn Euro liegen. 

Förderungen von E-Fahrzeugen im Jahr 2023


Förderungen von E-Fahrzeugen für Privatpersonen: 
Im kommenden Jahr wird es wieder eine E-Mobilitätsförderung für Privatpersonen geben. Insgesamt stellt das Klimaschutzministerium für die „E-Mobilitätsoffensive 2023“ 95 Millionen Euro zur Verfügung. Anträge dazu können ab Jänner 2023 gestellt werden.  

So wird der Kauf eines E-Autos weiterhin mit in Summe 5.000 Euro finanziell unterstützt. Private Ladeinfrastruktur wird ebenfalls weiterhin mit bis zu 600 Euro für Wallboxen bzw. intelligente Ladekabel und mit bis zu 1.800 Euro für kommunikationsfähige Wallboxen gefördert. 

Für den Kauf eines einspurigen Elektrofahrzeuges (E-Moped bzw. E-Motorrad) gibt es auch im kommenden Jahr, abhängig von der Fahrzeugklasse und der Motorleistung, bis zu 1.900 Euro von BMK und den Importeuren. Die Voraussetzungen zum Erhalt der Förderungen bleiben ebenfalls weitgehend gleich. Eine Änderung gibt es jedoch bei den Plug-in-Hybriden: Diese müssen ab kommendem Jahr eine rein elektrische Reichweite von 60 Kilometer (bisher waren 50 Kilometer ausreichend) zurücklegen können, um Anspruch auf die Förderung in der Höhe von 2.500 Euro zu haben. 


Förderungen von E-Fahrzeugen für Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine:  

Für Betriebe wird es im kommenden Jahr 2023 keine Förderung für Elektro-PKW mehr geben. Weiterhin bestehen bleiben aber die steuerlichen Begünstigungen wie etwa die Sachbezugsbefreiung, die Vorsteuerabzugsfähigkeit, der Entfall der Normverbrauchsabgabe (NoVA) sowie auch der Entfall der motorbezogenen Versicherungssteuer. Im kommenden Jahr weiterhin geben wird es jedoch die Förderung für betriebliche Ladeinfrastruktur, welche pro Ladepunkt bis zu 30.000 Euro betragen kann.