Neue Regel zum Blut spenden

Homosexuelle müssen enthaltsam sein

Diskriminierungsvorwürfe


Ab September dürfen homosexuelle Männer erstmals Blut spenden. Allerdings müssen sie ein Jahr lang enthaltsam gewesen sein. Diese Regelung sorgt jetzt für Aufregung. Bislang waren homosexuelle Männer lebenslang vom Blutspenden ausgeschlossen. Grund dafür soll ein höheres HIV-Ansteckungsrisiko beim Sex zwischen Männern sein. Ab erstem September ist das lebenslange Verbot beendet.

Einheitlicher Fragebogen

Die Verordnung sieht einen bundesweiten einheitlichen Fragebogen vor. Als Mann wird gefragt, ob man in den letzten 12 Monaten Sex mit einem anderen Mann hatte. Wenn das der Fall ist, wird der Mann nicht zur Blutspende zugelassen. Für Sex zwischen Frauen oder Frauen und Männern gilt ein Ausschluss erst ab mehr als drei Sexualpartnern in den letzten 12 Monaten. 

Die Leiterin der steirischen Antidiskriminierungstelle Daniela Grabovac ist mit dieser neuen Regelung nicht zufrieden. Gegenüber der Kleinen Zeitung sagt sie: „Ich erkenne keine wesentliche Änderung in Bezug auf die Diskriminierung homosexueller Männer. Statt nach dem Risikoverhalten beim Sex zu fragen, wird nach der sexuellen Orientierung gefragt.“

Altersgrenze angepasst

Ebenfalls geändert hat sich die Altersgrenze zum Blutspenden. Das maximale Alter liegt jetzt bei 70 Jahren. Damit sollen ältere Menschen geschützt werden.


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