Nachhaltig haushalten

Einfach umsetzbare Tipps

Was hinterlassen wir nachfolgenden Generationen? Eine Frage, die in den letzten Jahren zunehmend lauter gestellt wird. Angesichts von Umwelt- und Klimaveränderungen, die inzwischen deutlich spürbar werden, scheint diese Frage auch dringender. Nachhaltigkeit hat im Zuge dieser Diskussion eine deutliche Aufwertung erfahren und wird inzwischen sehr aufmerksam beobachtet.

Steiermark hat nachhaltige Ziele

Das Land Steiermark hat sich, eingebettet in die österreichische Nachhaltigkeitsstrategie, klare Ziele gesetzt. Nachhaltigkeit spielt sich aber nicht nur auf politischer Ebene ab. Um Ressourcen zu schonen, braucht es gemeinsame Anstrengung, auch der einzelnen Haushalte. Welche Möglichkeiten bieten sich aber überhaupt, um als Verbraucher diesen Weg mitzugehen?

Erneuerbare Energien sind nur ein Teil einer guten Nachhaltigkeitsstrategie. Jeder Einzelne kann ebenfalls etwas dazu beitragen. Fotolia.com © Blue Planet Studio #204704079

Energieverbrauch jetzt optimieren 

Nachhaltigkeit setzt an unterschiedlichen Punkten an. Als Gesamtkonzept geht es um einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, was:

einschließt. Letzteres zielt auf die soziale Verantwortung gegenüber Produzenten ab. Sehr stark in den Vordergrund ist in den letzten Jahren der Aspekt Energieeffizienz getreten. Es geht vor allem um einen bewussten Umgang mit Heizenergie sowie Strom.

Beide sind in den vergangenen Jahren teurer geworden. Auf der einen Seite belastend für Haushalte, sind es gerade fossile Energieträger, die zur Debatte stehen. Anders als Deutschland, wo regelmäßig Atomkraft als Streitpunkt mit auf der Agenda steht, muss sich Österreich nicht damit beschäftigen. Der einzige Reaktor, das Atomkraftwerk Zwentendorf, ist nie ans Netz gegangen.

Energieeffizienz im haushalt

Mit welchen einfachen Mitteln können Haushalte energieeffizient wirtschaften? Es gibt einige bekannte Tricks, zu denen der Verzicht auf den Stand-By-Modus vieler Elektrogeräte gehört. Was schraubt den Verbrauch noch herunter?


Ressourcenschonend leben 

Ressourcen sind mehr als Strom oder Öl für die Heizung. Gerade im Alltag verbraucht der Durchschnittsösterreicher Rohstoffe, ohne viel davon zu merken. Beispiel Kunststoff: Die verschiedenen Werkstoffe werden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt, welche teils auf Kohlenwasserstoffbasis entstehen oder die unter dem Verbrauch anderer (teils giftiger) Substanzen hergestellt werden.

Nur ein Grund, warum

in den letzten Jahren heftiger Kritik ausgesetzt waren. Mittlerweile versucht ein Teil der Verbraucher aktiv gegen die Flut an Plastikmüll vorzugehen, indem auf Einwegtüten, Strohhalme aus Plastik usw. verzichtet wird. Ein zweites Beispiel sind Handy und Tablet. Beide werden in Österreich von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ganz selbstverständlich benutzt.

Die Herstellung der Geräte verschlingt nicht nur Kunststoffe und Industriemetalle. In den Chips und dem Innenleben vieler Smartphones stecken sehr wertvolle Metalle, welche teils unter erheblicher Umweltverschmutzung und unter fragwürdigen Arbeitsbedingungen aus der Erde geholt werden. Die Aufbereitung der Erze hat hier noch gar keine Rolle gespielt. Nachhaltig agieren hat am Ende auch etwas mit dem Bewusstsein und der Erkenntnis zu tun, das unreflektierter Konsum zu Lasten globaler Ressourcen geht.

Ein weiteres Beispiel ist das Büro. Ob nun dienstlich oder privat: Im Büro werden Ressourcen eingesetzt, um Ergebnisse zu erzielen. Dies fängt beim Drucken an. Durch umweltfreundliches Papier und klimaneutralen Druck lässt sich hier bereits viel erreichen. Generell sind auch recyclebare Verpackungsmaterialien beim Versand sehr hilfreich, um das Ressourcenproblem nicht anzuheizen. Wer darüber hinaus auch beim Energieverbrauch der Bürogeräte auf Nachhaltigkeit achtet, hat schon einen ersten wichtigen Schritt gemacht.


Recyclingmöglichkeiten nutzen

Wer Ressourcen schonen will, erreicht dies auf mehreren Wegen. Einmal kann auf Konsum verzichtet werden. Simpel, einfach, in der Praxis aber nicht unbedingt einfach. Gerade in Bereichen mit sehr dynamischen Entwicklungszyklen stößt der bewusste Konsumverzicht an Grenzen. Beispiel Smartphone: Nutzer tauschen Geräte im 2- bis 3-Jahresrhythmus aus. 

Wer sein Handy 5 oder 6 Jahre benutzen will, muss am Ende einen Ausfall des Supports fürchten, das Gerät wird schlicht nicht mehr produziert. Recycling ist eine zweite Option. Diese hat ihre ganz eigenen Facetten.



Die Reduzierung von Plastikmüll sorgt für ein deutlich nachhaltigeres Leben. Fotolia.com © animaflora #122634810


Fazit: Als Haushalt endlich nachhaltig leben

Nachhaltigkeit ist im Idealfall so angelegt, dass keine Ressourcen (in der Summe) verbraucht werden. Moderne Wirtschaftskreisläufe sind oft das krasse Gegenteil. Ressourcen werden in einer Art und Weise aufgebraucht, dass sich inzwischen viele Haushalte in Österreich Gedanken machen, wie sich daran etwas ändern lässt. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist der bewusste Umgang mit Energie. Licht aus, Kerze an, ist dabei wenig hilfreich, weil nicht praktikabel. Vielmehr geht es um kleine Schritte, die in der Summe große Wirkung haben. Aber auch an noch anderer Stelle lässt sich Nachhaltigkeit leben, ohne dafür den Lebensstil komplett über Bord werfen zu müssen. Gerade im Bereich Recycling/Upcycling stecken Möglichkeiten, die viele Verbraucher immer noch nicht konsequent nutzen.

Titelbild: fotolia.com © Maksim Pasko #197386409

Tags

Sponsoren