Murkraftwerk in Graz eröffnet

Jetzt fließt erstmals Strom

Seit Anfang 2017 ist in Graz Puntigam am Murkraftwerk gebaut worden. Die Aktion "Rettet die Mur" hat sich von Beginn an heftig dagegen gewehrt. Tiere und Bäume haben weichen müssen, damit das Kraftwerk gebaut werden kann. Einerseits haben die Aktivisten Protestmärsche organisiert. Andererseits haben sich einige sogar stundenlang an Bäume gefesselt. Das Kraftwerk ist aber gekommen. Am 09. Oktober ist es dann eröffnet worden. 

Strom aus Wasserkraft für die Grazer

Etwas mehr als 80 Millionen Euro hat der Bau des Murkraftwerks gekostet. In Zukunft sollen 82 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr ins Netz eingespeist werden. Diese Menge wird 20.000 Haushalte und 45.000 Grazer mit Strom versorgen. Durch das wasserbetriebene Murkraftwerk sollen über 60.000 Tonnen CO2 gespart werden. Das würde 36.000 Autos entsprechen, die jeden Tag unterwegs sind. 

Für jeden Baum ein neuer Baum

Rund um das eröffnete Murkraftwerk gibt es nach wie vor eine Baustelle. Mit der soll Ende 2020 Schluss sein. Dort und an anderen Plätzen in Graz sollen am Ende mehr Bäume gepflanzt werden, als im Zuge des Bau des Kraftwerks gefällt worden sind. Außerdem sollen dann auch die Tiere, wie zum Beispiel Fledermäuse und Nattern, wieder zurück in ihren ursprünglichen Lebensraum kommen. 

500 Millionen für mehr erneuerbare energien

Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer von der SPÖ ist auch Eigentümervertreter bei der Energie Steiermark. Bei der Eröffnung hat er angekündigt, dass das Murkraftwerk in Graz einer von vielen Schritten in Richtung erneuerbare Energie sei. Er will in den nächsten fünf Jahren rund 500 Millionen Euro in der Steiermark in Wasser-, Wind- und Sonnenenergie stecken.