Mogelverpackungen

Das sind die nervigsten Nahrungsmittel

Nervig.

Wenn im Chipssackerl wieder mehr Luft als Chips sind, dann ist Ärger vorprogrammiert. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat die "nervigsten Nahrungsmittel" des vergangenen Jahres küren lassen. Wer landet auf Platz eins?

Dritter Platz

Von den acht "Natur aktiv Bio Laibchen" von Hofer würden, so die Konsumentenschützer, doppelt so viele in die viel zu große Packung der Tiefkühlware passen. Auch wenn Anzahl und Gewichtsangabe stimmen, liege hier eine "Mogelpackung" vor, und umweltfreundlich sei dies angesichts des Müllproblems auch nicht. Der Diskonter kündigte an, Verbesserungen in Erwägung zu ziehen.

Zweiter Platz

Auf Platz zwei landeten "Spar Premium Wasabi Chips". Die Packung enthalte bis zu drei Viertel Luft, so die Kritik. Das Argument vieler Anbieter, das sei nötig, um den fragilen Inhalt zu schützen, lassen die Tester nicht gelten: "Andere Hersteller schaffen es durchaus, mehr Chips bei geringerem Luftpolster in die Packung zu füllen", ohne Brösel.

Erster Platz

Mehr als 7.000 Umfrageteilnehmer wählten "Rama mit Butter" zum negativen Spitzenreiter, berichtete VKI-Projektleiterin Katrin Mittl-Jobst. Die Aufmachung des Unilever-Produkts sei ein klassisches Beispiel für Verpackungen, die anderes versprechen, als drin ist. "Mit hochwertigem Raps & bester Butter" suggerieren Aufschrift und Bilder. Laut Zutatenliste - "man braucht eine Lupe" - sind neben 30 Prozent Rapsöl und 22 Prozent Butter auch 32 Prozent des wegen umweltzerstörerischen Großanbaus schwer in die Kritik geratenen Palmöls enthalten.


Häufen würden sich weiters Beschwerden zu versteckten Preiserhöhungen: 

Die Füllmenge verringert sich, der Preis bleibt gleich. Und Hinweise wie "hergestellt in Österreich" oder eine rot-weiß-rote Flagge auf der Packung sagen nichts über die tatsächliche Herkunft der Rohstoffe aus, hielten die Expertinnen fest. Auch im vergangenen Jahr mussten Hersteller solche Aufdrucke auf Druck des VKI entfernen.

Kunden wünschen sich wahrheitsgemäße, leicht zugängliche Informationen. "Das ist eine Bringschuld der Unternehmen", sagte Gelbmann. Die Hersteller sollten für mehr Transparenz sorgen, bei der Füllmenge zum Beispiel durch Sichtfenster.

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