mehr Geld für Sanierungen

höhere Förderungen für Wohnsanierungen

Sanierungen sollen leistbar sein


Das Land Steiermark hat heute beschlossen, die Förderungen bei Wohnhaussanierungen anzuheben. So sollen Sanierungen auch bei der aktuellen Inflation und den hohen Strompreisen für alle leistbar sein.

Ab Jänner 2023 können die Förderungen unter sanieren.steiermark.at beantragt werden.

Hier gibt’s die 5 neuen Fördermaßnahmen im Detail.

Kleine Sanierung


Dabei handelt es sich um Einzelmaßnahmen, die oft keinen so großen Investitionsbedarf erfordern, dass ein Bankkredit für die Umsetzung der Sanierungsmaßnahme notwendig ist. Die alte Förderung bestand in einem Annuitätenzuschuss, der in Teilbeträgen auf 10 bzw. 14 Jahre ausbezahlt wurde. In Zukunft wird die kleine Sanierung mit einem einmalig ausbezahlten Förderbeitrag in der Höhe von 15 % unterstützt. So kommen auch jene in den Genuss einer Förderung, die die Sanierung nicht mittels Kredit finanzieren und die Fördersumme steht sofort und im gesamten Ausmaß zur Verfügung.

Die Förderung kann für eine Vielzahl an (Einzel-)Maßnahmen gewährt werden wie zum Beispiel die Verbesserung der thermischen Qualität von Außenbauteilen, energierelevante Maßnahmen am Haustechniksystem und Sicherheitsmaßnahmen. Wieviel Geld man zum Beispiel bei einem Fenstertausch bekommt, sagt Michael Sebanz, Fachabteilungsleiter für Energie und Wohnbau.


Lebensressort/Binder

Antenne Steiermark Newsflash mit Michael Scheder zum Thema Sanierungsförderungen


Lebensressort/Binder

Umfassende energetische Sanierung


Bei der umfassenden energetischen Sanierung konnte bisher zwischen einem über 14 Jahre in Teilbeträgen ausbezahlten Annuitätenzuschuss (30 %) und einem einmaligen Förderungsbeitrag (15 %) gewählt werden. In Zukunft gibt es nur noch den attraktiveren Förderungsbeitrag. Dieser wird zusätzlich auf 30 % verdoppelt und einmalig im gesamten Ausmaß ausbezahlt.

Die Förderung kann gewährt werden für die thermische Sanierung der Gebäudehülle und/oder die Verbesserung des energetisch relevanten Haustechniksystems unter Nutzung alternativer Energieformen.
Es müssen mindestens drei Teile der Gebäudehülle und/oder am energetisch relevanten Haustechniksystem zeitlich zusammenhängend erneuert werden. In diese Schiene fällt etwa beispielsweise wer erstens die Fenster tauscht, zweitens eine Fassadendämmung anbringt und drittens auch oberste Geschossdecke dämmt. 


Umfassende Sanierung


Die umfassende Sanierung wird durch die Anhebung der förderbaren Kosten auf maximal 1.760 Euro pro Quadratmeter – statt 1.515 Euro – attraktiviert. Darüber hinaus wird der Kreis der Förderwerber erweitert, sodass unter anderem auch Gemeinden die Möglichkeit bekommen, Annuitätenzuschüsse zu beantragen. Letztere Maßnahme erleichtert – auch im Zusammenspiel mit der Sonderförderung zur Belebung von Ortskernen - die Schaffung von leistbarem Wohnraum in zentralen Lagen. 

Die Förderung kann gewährt werden für eine in beträchtlichem Ausmaß über die notwendige Erhaltung hinausgehende Sanierung von Gebäuden und Gebäudeteilen mit mindestens drei Wohnungen. Die Errichtung von Wohnraum kann durch Ein- und Umbauten und/oder Gebäudeerweiterungen erfolgen. Ein Beispiel dafür wäre der Ausbau eines bestehenden Dachbodens oder ein Zubau zur Verbesserung der räumlichen Qualität der bestehenden Wohnungen




Assanierung


Für Assanierungen werden sowohl die Annuitätenzuschüsse (auf 30 %) als auch die Förderungsbeiträge (auf 20 %) verdoppelt. Gleichzeitig wird eine deutlich strengere Mietkostenobergrenze eingezogen, sodass die Miete in assanierten Objekten nur noch maximal zwei Drittel des Richtwerts betragen darf, und auf hohe ökologische Standards gesetz

Die Förderung kann gewährt werden für das weitgehende Ersetzen eines bestehenden Gebäudes am selben Standort, wenn ein Gebäude nicht als Ganzes erhaltenswert ist und durch einen kompletten Neubau ersetzt wird.

Barrierefreies Wohnen


Maßnahmen für barrierefreie und altengerechte Wohnverhältnisse, wie zum Beispiel Schaffung eines barrierefreien Zugangs, Errichtung von Personenaufzügen, barrierefreie Gestaltung der Wohnebene oder Sanitäreinheit.
Der Förderungsbeitrag wurde von 15 % auf 30 % verdoppelt.