Lawinengefahr-Steiermark

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Stufe vier in Nordalpen

Die Lawinengefahr in der Steiermark ist auch für Mittwoch unverändert groß geblieben. Im Nordstaugebiet vom Dachstein bis Rax herrschte weiterhin Warnstufe vier von fünf. Im Randgebirge war die Lawinengefahr auf Stufe drei immerhin erheblich, hieß es Mittwochfrüh seitens des Lawinenwarndienstes Steiermark. Entspannung zeichnete sich für Donnerstag ab. 


Foto-Credit: www.lawine-steiermark.at

zuvor wurde Lawinenwarnstufe 5 ausgerufen

Stufe 5, die höchste auf der Skala, musste zuletzt im Februar 2009 und davor 1999 ausgerufen werden. Beim Sprung von Stufe 4 auf 5 kommt es nochmals zu einer deutlichen Verschärfung in Bezug auf die Größe und Schadenswirkung der Lawinen.
 
Gefahrenstufe 5 bedeutet laut Definition: "Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele sehr große, mehrfach auch extrem große Lawinen zu erwarten, auch in mäßig steilem Gelände."

1999 war die Lawinenkatastrophe von Galtür und Valzur, bei der insgesamt 38 Menschen ums Leben gekommen sind. 

derzeitige lage in den abgeschnittenen räumen

Nach wie vor sind rund 2250 Menschen in der Obersteiermark von den Schneemassen eingesperrt.
Vom Dachstein über den Hochschwab bis zur Rax ist mittlerweile die Lawinenwarnstufe 5 verhängt worden. 

In der Radmer und in den Gemeindegebieten Sölk und Hohentauern ist die Lage noch sehr angespannt. Warum, das erklärt Günter Hohenberger von der Landeswarnzentrale Steiermark Reporter Roland Schmidt im Antenne Interview. Die gute Nachricht vorweg: Freitag Mittag soll sich die Wetterlage vorübergehend so entspannen, dass Versorgungsflüge durchgeführt werden können.

Feuerwehr muss Hausdächer abschaufeln

In den nördlichen Landesteilen der Steiermark hat Dienstagfrüh weiterhin erhebliche bis große Lawinengefahr geherrscht, wie der Warndienst mitteilte. Für die Gebirgsgruppen in der Weststeiermark, dem Grazer Bergland und der oberen Oststeiermark wurde erhebliche Schneebrettgefahr prognostiziert. Die Schneemengen belasteten auch Hausdächer, Feuerwehren begannen verbreitet diese abzuschaufeln.


Stand: 14. Jänner 2019

Lawinenstufe 4 in der Steiermark 

In den Nordalpen und den Niederen Tauern herrscht große Lawinengefahr! In den südlichen Gebirgsgruppen gilt erhebliche oder mäßige Lawinengefahr. Instabiler Triebschnee findet sich in allen Expositionen und aus steilem Fels- und Schrofengelände können sich spontan große Schneebrettlawinen lösen, wie auch Beispiele am Präbichl und auf der Veitsch gezeigt haben. Im Tourenbereich sind besonders Geländeübergänge und Hohlformen kritisch, wo die Auslösung von mittleren Schneebrettlawinen durch geringe Zusatzbelastung möglich ist. Unterhalb von etwa 2000m herrscht rege Gleitschneeaktivität. Gleitschneelawinen können große Ausmaße annehmen, mögliche Auslaufbereiche sind großräumig zu meiden. Zusätzlich sind in der Nacht von Sonntag auf Montag durch Regeneintrag bis etwa 1200m Seehöhe spontane Nassschneelawinen zu erwarten. Südlich des Alpenhauptkammes liegt hingegen ein Altschneeproblem vor. Gefahrenstellen sind hier besonders die Übergänge von Bereichen mit viel zu wenig Schnee in den Hochlagen.  (c) lawine-steiermark

Hier geht's zu aktuellen Wetter- und Verkehrprognosen.

Kettenpflicht

Allgemeine Kettenpflicht gilt  auf der L724 zwischen Schladming und der Planai, auf der L722 zwischen Schladming und Hochwurzen. L739 Oppenbergerstraße

Der Sölkpass  

ist bis Ende März gesperrt.

LKW brauchen Ketten auf der B320 zwischen Gröbming und Pruggern, auf der B20 über den Josefsberg, auf der B23 über den Lahnsattel, auf der B115 zwischen Vordernberg und Eisenerz, auf der L739 zwischen Strechau und Oppenberg, über den Schanzsattel, das Preiner Gscheid und die Kaiserau.  Bleib informiert.


Bundesheer angefordert

Die Behörden in der Steiermark haben das Bundesheer Anfang Jänner angefordert, das teilte das Militärkommando Steiermark mit.

Die Hubschrauber wurden angewiesen in den Bereichen Oppenberg und Planneralm (Bezirk Liezen) Erkundungsflüge durchzuführen.


Die fünf Lawinenwarnstufen

Wir haben für dich zusammengefasst, was die verschiedenen Warnstufen bedeuten:

Stufe 1 – Geringe Gefahr

Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Eine  Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung (z.B. Skifahrergruppe ohne Abstände) an sehr wenigen, extremen Steilhängen möglich. Allgemein sichere  Tourenverhältnisse.

Stufe 2 – Mäßige Gefahr

Die Schneedecke ist an einigen Steilhängen (steiler als 30°) nur mäßig, ansonsten allgemein gut verfestigt. Auslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung (z.B. Skifahrergruppe ohne Abstände) vor allem in den angegebenen Steilhängen möglich. Unter Berücksichtigung lokaler Gefahrenstellen günstige Tourenverhältnisse. Verzicht auf extrem steile Hänge mit mehr als 39°.

Stufe 3 – Erhebliche Gefahr

Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen (steiler als 30°) mäßig bis schwach verfestigt. Auslösung von Lawinen ist schon bei einzelnen Skifahrern möglich. Skitouren erfordern lawinenkundliches Beurteilungsvermögen. Tourenmöglichkeiten eingeschränkt. Verzicht auf Hänge mit mehr als 34° Neigung und felsdurchsetztes Gelände.

Stufe 4 – große Gefahr

Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt, eine Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung (z.B. durch  einzelne Skifahrer) an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich.

Es  sind auch spontan (ohne menschliches Zutun) viele mittlere, aber große Lawinen zu erwarten. 

Stufe 5 – Sehr große Gefahr 

Diese  Warnstufe wird generell sehr selten ausgerufen. Trotzdem ist diese  Warnstufe zurzeit in Teilen von Tirol ausgerufen. Die Schneedecke ist dort schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind zahlreiche, große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände, zu erwarten.


(Quelle: Lawinenwarndiest Steiermark/APA/Red)

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