Lawinen

Entstehung und Warnstufen im Überblick

Lawinen - Gefährliche Schneemassen 

Immer öfter werden Lawinen von Skifahrern, Snowboardern, Wanderern oder Tourngehern ausgelöst. Für sicheren Winterspaß solltest du die Warnhinweise auf den Pisten und Bergen immer ernst nehmen und beachten.

Wie entstehen Lawinen?

Wenn die Luft- und die Bodentemperatur deutlich unterschiedlich sind, werden die Strukturen der  Schneekristalle aufgebrochen. Sie verwandeln sich in feste Körner, die  dann säulenförmig anwachsen. 

Danach verschmelzen mehrere dieser  Kristallsäulen zu einer glatten, zerbrechlichen Schicht. Erschütterungen  oder auch Druck durch neuen Schnee können diese eisigen Massen zum Rutschen bringen. Die Schneemassen erreichen in nur wenigen Sekunden eine Geschwindigkeit von 90 Kilometern pro Stunde. 

Welche Lawinenarten gibt es?

Schneebrettlawinen
Hier rutscht der Neuschnee auf der glatten oder instabilen Unterschneeschicht ab. Dieser Lawinentyp wird oft durch Erschütterungen oder auch durch Skifahrer ausgelöst. 

Lockerschneelawinen
Eine kleine Menge an Schnee löst sich und reißt dadurch immer mehr Schnee mit. 

Fließlawinen
Sie entsteihen meist im Frühling. wenn der Schnee schmilzt und abrutscht. Diese Lawinen sind besonders gefährlich, der nasse Schnee hat ein enormes Gewicht, dadurch reißen sie alles nieder, was ihnen in den Weg kommt. 

Was bedeuten die verschiedenen Lawinen Warnstufen?

STUFE 1 – GERINGE GEFAHR

Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Eine  Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung (z.B. Skifahrergruppe ohne Abstände) an sehr wenigen, extremen Steilhängen möglich. Allgemein sichere  Tourenverhältnisse.

STUFE 2 – MÄSSIGE GEFAHr

Die Schneedecke ist an einigen Steilhängen (steiler als 30°) nur mäßig, ansonsten allgemein gut verfestigt. Auslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung (z.B. Skifahrergruppe ohne Abstände) vor allem in den angegebenen Steilhängen möglich. Unter Berücksichtigung lokaler Gefahrenstellen günstige Tourenverhältnisse. Verzicht auf extrem steile Hänge mit mehr als 39°.

STUFE 3 – ERHEBLICHE GEFAHR

Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen (steiler als 30°) mäßig bis schwach verfestigt. Auslösung von Lawinen ist schon bei einzelnen Skifahrern möglich. Skitouren erfordern lawinenkundliches Beurteilungsvermögen. Tourenmöglichkeiten eingeschränkt. Verzicht auf Hänge mit mehr als 34° Neigung und felsdurchsetztes Gelände.

STUFE 4 GROSSE GEFAHr

Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt, eine Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung (z.B. durch  einzelne Skifahrer) an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich.

Es  sind auch spontan (ohne menschliches Zutun) viele mittlere, aber große Lawinen zu erwarten. 

STUFE 5 – SEHR GROSSE GEFAHr

Diese  Warnstufe wird generell sehr selten ausgerufen. Trotzdem ist diese  Warnstufe zurzeit in Teilen von Tirol ausgerufen. Die Schneedecke ist dort schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind zahlreiche, große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände, zu erwarten.

Sicher durch den Schnee - Ausrüstung für Wintersportler 

Es  ist von Vorteil, wenn du ein Lawinensuchgerät - "Piepserl" bei dir  trägst. Dein Smartphone kann dir auch gute Dienste erweisen, da es, wie  das "Piepserl" mit GPS ausgestattet ist. Tourengeher sollen auch immer  einen Erste-Hilfe-Kasten und eine Schaufel im Gepäck haben. 


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