Landtagswahl 2019

Land Steiermark

Die Spitzenkandidaten

Die Spitzenkandiaten

Bei der Landtagswahl am 24. November treten sechs Parteien an. Hier stellen wir die Spitzenkandidaten der Parteien im Kurzporträt vor. Die wichtigsten Themen zur Wahl gibts hier.


ÖVP – Hermann Schützenhöfer

Hermann Schützenhöfer (geb. am 29. Februar 1952) hat den Landeshauptmann-Sessel im Frühjahr 2015 überraschend von Alt-LH Franz Voves (SPÖ) geerbt, obwohl Schützenhöfer mit der ÖVP „nur“ den zweiten Platz erreicht hat. Als Voves die selbst gesetzte 30-Prozent-Hürde nicht geschafft und sich somit zurückgezogen hat, überließ er den Landeshauptmann-Posten Schützenhöfer, der mit SP-Chef-Nachfolger Michael Schickhofer als Juniorpartner die rot-schwarze Reformen weiterführen sollte.

Hermann Schützenhöfer ist ein alter Hase im Polit-Geschäft. Er ist über die JVP in die Politik gekommen, 1971 wurde er Landessekretär und 1976 Landesobmann der steirischen JVP. 1978 bis 1981 war er Landessekretär beim ÖAAB (die Arbeitnehmer-Organisation der ÖVP), 1991 wurde er geschäftsführender Obmann und 1995 Landesobmann. Im Juni 1981 ist Schützenhöfer in den Landtag eingezogen, 1993 wurde er Klubobmann. 2000 erhielt er einen Regierungssitz mit den Zuständigkeiten für Personal, Jugend, Pflichtschulen und Wohnbau. 2003 bekam er Sport und Tourismus dazu und gab Jugend, Schulen und Wohnbau ab.

Schützenhöfer ist verheiratet, hat mit ihr zwei Kinder & eine Enkeltochter.

Als Wahlziel hat Schützenhöfer Platz 1 ausgegeben. Er möchte Landeshauptmann bleiben und das Land weiter anführen.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Foto (c) ÖVP Steiermark

Michael Schickhofer, Foto (c) SPÖ


SPÖ – Michael Schickhofer

Landeshauptmannstellvertreter Michael Schickhofer (geb. am 20. Dezember 1979) hat nach der Matura 1998 ein Jahr lang Zivildienst geleistet und dann in Graz und Wien Betriebswirtschaft, Jus und Politikwissenschaft studiert. 1995 hat er begonnen bei Magna Presstec in Weiz zu arbeiten. 2005 wurde er Referent für Gemeinden- und Regionalentwicklung im Büro des damaligen SPÖ-Landeshauptmanns Franz Voves.

2010 bis 2013 ist er Abgeordneter im Nationalrat gewesen. Im Jänner 2013 wurde er als Nachfolger von Elisabeth Grossmann Teil der steirischen Landesregierung und war für Bildung, Jugend und Familie zuständig. Mit dem Rückzug von Franz Voves hat er 2015 den Chefsessel der steirischen SPÖ übernommen und führte als Juniorpartner mit Schützenhöfer die Reformpartnerschaft in der ÖVP/SPÖ Regierung weiter.

Schickhofer ist verheiratet, lebt in Anger (Bezirk Weiz) und hat drei Kinder.

Das Wahlziel: Schickhofer möchte Erster werden und somit Landeshauptmann.


FPÖ – Mario Kunasek

Mario Kunasek (geb. am 29. Juni 1976) lebt in Gössendorf in Graz-Umgebung und hat nach seiner Lehre zum Kfz-Techniker eine Laufbahn beim Bundesheer bis zum Stabswachtmeister - derzeit karenziert - eingeschlagen. Von 2004 bis 2006 war er Bezirksobmann des Ringes Freiheitlicher Jugend (RFJ) in Graz-Umgebung. Seit 2005 ist Kunasek Ortsparteiobmann in Gössendorf und Mitglied des Landesparteivorstandes, seit 2007 Bezirksparteiobmann der FPÖ Graz-Umgebung.

2014 hat er von Gerhard Kurzmann den Chef-Posten bei der steirischen FPÖ übernommen und fuhr 2015 bei seiner ersten Landtagswahl mit 26,76 Prozent und einem Plus von 16,10 Prozentpunkten ein starkes Ergebnis ein.

Nach der Nationalratswahl 2017 wurde als Verteidigungsminister in die türkis-blaue Bundesregierung berufen. Sein zweites Antreten bei der Landtagswahl stand aber nie zur Debatte stand.

Kunasek ist verheiratet und Vater eines Sohnes.

Das Wahlziel: Kunasek möchte mitreden und in den nächsten Jahren Teil der Landesregierung sein.

Mario Kunasek, Foto (c) FPÖ Steiermark

Sandra Krautwaschl, Foto (c) Grüne


GRÜNE – Sandra Krautwaschl

Sandra Krautwaschl (geb. am 4. November 1971) arbeitet als ausgebildete Physiotherapeutin seit mehr als 20 Jahren in diesem Bereich in Graz und Umgebung. 

Sie ist für die Grünen seit 2010 im Gemeinderat von Eisbach bzw. nach der Fusion nun in Gratwein-Straßengel und im Landtagsklub unter anderem für die Bereiche Umwelt, Soziales und Gesundheit zuständig. Bekannt wurde sie durch ihr Buch "Plastikfreie Zone". Krautwaschl gilt als Umwelt-Vordenkerin und hat innerhalb der Partei überzeugt.

Im Jänner 2019 kam es zur Rochade an der Spitze der steirischen Grünen: Lambert Schönleitner, der 2015, übergab die Parteileitung an Krautwaschl, die nun den günstigen Windschatten der Nationalratswahl nützen soll. Die 47-Jährige ist verheiratet und hat drei Kinder, mit denen sie weitgehend plastikfrei lebt. 

Sie selbst bezeichnet sich als "radikale Optimistin" und gilt als "Öko-Aktivistin".

Das Wahlziel: Die Grünen möchten die gute Stimmung im Land in Stimmen ummünzen und zu einer echten Alternative für die Steirer werden.


KPÖ - Claudia Klimt-Weithaler

Claudia Klimt-Weithaler (geb. am 1. Februar 1971) ist gebürtige Obersteirerin. Sie ist die Nachfolgerin der steirischen KPÖ-Legende Ernest Kaltenegger und hat sich im Laufe der Jahre im Landtag etablieren können. Sie genießt aufgrund ihres Engagement und ihrer Sachkenntnis auch bei Menschen, die nicht mit dem Kommunismus sympathisieren, einen guten Ruf.

Klimt-Weithaler ist ausgebildete Kindergartenpädagogin & seit 2000 bei der KPÖ. Ihre Kernthemen liegen im Sozialbereich. Bei der Wahl 2010, damals war sie erstmals Listenerste, musste sie sich zwar mit einem weit schwächeren Ergebnis zufriedengeben als zuvor Kaltenegger, sie hielt sich mit der KPÖ aber im Landtag. Ein Umstand der österreichweit einzigartig ist. 2015 gelang es der KPÖ wieder knapp im Landtag zu bleiben, man verlor aber abermals ein wenig Stimmenanteil.

Klimt-Weithaler ist geschieden und Mutter von zwei Töchtern.

Das Wahlziel: Die KPÖ will wieder in den Landtag einziehen.

Claudia Klimt-Weithaler, Foto (c) KPÖ

Niko Swatek, Foto (c) NEOS Steiermark


NEOS – Niko Swatek

Nikolaus "Niko" Swatek (geb. am 5. Jänner 1991) lebt in Graz und studiert Physik an der Technischen Universität in Graz. Politisch war Swatek ab 2011 bei der Österreichischen Hochschülerschaft aktiv. 2015 hat er als bundesweiter Spitzenkandidat der JUNOS-Studierenden bei den ÖH-Wahlen kandidiert und war Vorsitzender der JUNOS. Im Februar 2017 schaffte Swatek mit den Pinken den Einzug in den Grazer Gemeinderat und nahm dort sein Mandat an. 

2017 folgte er Uwe Trummer als Landessprecher der NEOS. Nun tritt er erstmals landesweit als Spitzenkandidat für die Pinken an und will sie erstmals in den steirischen Landtag führen. Swatek ist nicht verheiratet und hat keine Kinder.

Das Wahlziel: Klare Ansage - die NEOS wollen erstmals in den steirischen Landtag

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