Krank durch Wasser

Steirer mit Legionellen infiziert

Steirer infizieren sich mit gefährlichen Legionellen

Vom Autowaschen ins Krankenhaus. So ist es zwei Oststeirern ergangen. Sie haben sich in einer Autowaschanlage mit Legionellen infiziert. Der Sprühnebel in der Anlage war vermutlich mit den Bakterien belastet und die beiden Männer dürften diese dann eingeatmet haben. Was es mit diesen Bakterien auf sich hat und wie man sich dafür schützen kann, haben wir hier für dich zusammengefasst:

Was sind Legionellen?

Legionellen sind Bakterien, die zwei Krankheitsbilder verursachen können. Die sogenannte Legionärskrankheit und das Pontiac-Fieber. Dabei können folgende Symptome auftreten: 

Legionärskrankheit - das ist eine schwere Lungenentzündung und dauert rund 4 Wochen. Jeder Zehnte stirbt sogar an der Infektion.

Pontiac-Fieber - Die Krankheit dauert meistens zwei bis zehn Tage an. Spätschäden sowie Todesfälle sind nicht beschrieben.

In Österreich sind die Fallzahlen übrigens gestiegen: Im Jahr 2013 gab es 100 Fälle und 2017 kam es zu 218 Fällen von Legionärskrankheit.

Wo können die Bakterien vorkommen?

Besonders in Wasserleitungen in Gebäuden kommen die Legionellen oft vor.  In den Ablagerungen und Belägen des Rohrsystems können sie sich  besonders gut vermehren. Legionellen vermehren sich bei Temperaturen zwischen 25 °C und 45 °C. Bei Wassertemperaturen von über 60 °C werden sie abgetötet und unterhalb von 20 °C vermehren sie sich kaum noch.

Wie kommt es zu einer Infektion mit Legionellen?

Die Infektion mit Legionellen erfolgt durch das Einatmen von feinen Wassertropfen oder Staubpartikeln, die mit Legionellen belastet sind. Gefährdet sind vor allem Personen mit geschwächtem Immunsystem, mit chronischen Lungenerkrankungen sowie Raucher. Männer infizieren sich übrigens dreimal öfter als Frauen mit Legionellen. Eine Ansteckungsgefahr von Mensch zu Mensch ist noch nicht erwiesen. Beim Trinken wird es übrigens nur gefährlich, wenn beim Schlucken Wasser in die Luftröhre gelangt.

In Berührung mit den Bakterien kannst du beim Duschen oder in Schwimmbädern auf Rutschen oder Whirlpools kommen.  Auch in Klimaanlagen, Luftbefeuchtern oder Wasserhähnen fühlen sich die Legionellen richtig wohl.

Wie kannst du dich schützen?

Um ganz sicher zu sein, kannst du regelmäßig dein Wasser überprüfen. Das machst du, indem du kontrollierst, ob das Kaltwasser nach 30 Sekunden nicht mehr wärmer als 20 °C ist. Das Warmwasser sollte in der gleichen Zeit mindestens 55 °C erreichen. Falls das nicht der Fall ist, solltest du einen Experten heranziehen. Wenig benutzte Wasserhähne solltest du mal öfter aufdrehen, damit es sich die Bakterien gar nicht erst gemütlich machen können.

Wenn du chronisch krank bist oder ein schwaches Immunsystem hast, solltest du Whirlpools und andere Gefahrenquellen  meiden.

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