Krätze-Epidemie

Cixia

So groß ist die Ansteckungsgefahr

Wenn es juckt und beißt, dann kann das viele Gründe haben. Zur Zeit kann es aber auch die Krätze sein – eine hochansteckende Hautkrankheit. Dabei bohren sich Milben durch die Oberhaut und legen ihre Eier darin ab. Das löst dann allergische Reaktionen aus, ein Hautausschlag entsteht. In diesem Jahr gibt es laut Uni-Klinik Graz in der Steiermark bereits 800 Fälle.

Was die Krätze ist, wie sich die Krankheit verbreitet, wie du sie erkennst und behandelst erfährst du hier:

Was ist Krätze?

Krätze ist eine ansteckende und stark juckende Hauterkrankung. Verursacher des immer häufiger auftretenden Leidens sind Krätzmilben. Die befruchteten Milbenweibchen graben kleine Gänge in die Haut und legen dort ihre Eier ab. Nach ungefähr drei Wochen entwickeln sich daraus geschlechtsreife Krätzmilben. Eine neue Generation der Milben ist dann in der Lage, sich zu vermehren.

Normalerweise sieht ein Krätze-Ausbruch ungefähr so aus: Wenn das Immunsystem schon im Vorhinein geschwächt ist, kann die Hautkrankheit ihren Lauf nehmen.

Wie breitet sich Krätze aus?

Grundsätzlich wird Krätze bei engem körperlichen Kontakt mit infizierten Personen übertragen. Sie breitet sich in Windeseile aus, besonders dort, wo Kinder und Jugendliche oder alte, pflegebedürftige Menschen auf engem Raum zusammen sind. Kindergärten und Schulen, aber auch Spitäler oder Pflegeheime sowie Hotels sind ideale Orte für die Verbreitung der Milben. Außerdem ist sie eine sexuell übertragbare Erkrankung.

Die Infektion wird oft erst nach Wochen entdeckt, denn erst zu diesem Zeitpunkt kommt es zum juckenden Ausschlag. Der Juckreiz ist besonders in der Nacht unerträglich.


Welche Körperteile werden häufig von Krätzmilben befallen?

Welche Symptome treten bei Krätze auf?

Es entstehen Milbengänge - das sind feine rötliche Linien, deren Ende als Aufenthaltsort der Milbe leicht erhaben ist. Außer an Kopf und Rücken erscheinen überall Bläschen, in deren Mitte die Milbe als kleiner, schwarzer Punkt sichtbar ist.

Juckende Hauterscheinungen: Die Patienten kratzen sich an diesen juckenden Stellen, so dass es zu kleinen oberflächlichen Hautverletzungen kommt. Diese werden von Bakterien besiedelt. Auf diese Weise kann ein Eiterausschlag entstehen.

Wie wird Krätze behandelt?

Die Krätze heilt von alleine nicht ab und verschlimmert sich mit der Zeit. Daher ist eine Behandlung unabdingbar. Die Therapie der Krätze besteht in einer Ganzkörperbehandlung mit einem geeigneten Anti-Skabies-Mittel (Partner und symptomlose Familienmitglieder sollten dabei mitbehandelt werden!). Da es immer zu einer geringen Aufnahme dieser Mittel durch die Haut kommt, sind manche Präparate für Schwangere, Stillende und Kinder ungeeignet. Dein Arzt kann dir sagen, welches Mittel in diesem Fall geeignet ist.

Wasch deine Kleidung und Bettwäsche. Die Milbe überlebt ohne Wirt lediglich zwei bis drei Tage.

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