Kleinkraftwerk in Übelbach

Bürgerinitiative dagegen

bleibt nur mehr ein "laues bacherl"?


In der Gemeinde Übelbach gibt es Aufregung rund um ein geplantes Kleinkraftwerk. Dieses soll mit Wasser aus dem „Übelbach“ betrieben werden. Eigentlich nichts Verwerfliches. 

Durch ein Rohr sollen ca. ¾ des Bachwassers aus dem „Übelbach“ abgeleitet werden. Das hat die Bürgerinitiative „Pro Übelbach“ auf den Plan gerufen. Sie will verhindern, dass der „Übelbach“ zu einem lauen Bacherl verkommt und ist gegen das Kleinkraftwerk.

Die Initiative zeigt auf, welche Probleme solch ein Kleinkraftwerk in Übelbach mit sich bringt. 

Tierarten bedroht 

In erster Linie soll das neue E-Kraftwerk der Gemeinde Übelbach keinen wirklichen Nutzen bringen, da der im Ort produzierte Strom in das allgemeine Stromnetz fließt und nicht direkt genutzt wird. Außerdem kritisiert die Initiative, dass hier ein massiver Eingriff in die Natur stattfindet, der natürliche Bachverlauf verändert wird und es wird auch in die Bach-Infrastruktur bzw. Bach-Biostruktur eingegriffen. 

Auch die Tierwelt soll mit diesem E-Werk geschädigt werden. So soll z.B. der Lebensraum der Koppe und der Köcherfliege gefährdet werden.

Außerdem soll auch ein kleines Seiten-Bacherl, das „Egger-Bacherl“, durch den Bau des E-Kraftwerkes verschwinden. 

Eine Unterschriftenaktion hat bereits 500 Proteststimmen gegen das E-Kraftwerk erreicht. 

Das "Egger-Bacherl" soll verschwinden.




Übelbacher brauchen sich keine Sorgen machen

Bürgermeister beruhigt


Für Übelbachs Bürgermeister Markus Windisch sind die Einwände und auch die Ängste der Einwohner verständlich, er will aber beruhigen und das 1,4 Millionen Euro teure Projekt verteidigen.

Es werde immer genügend Wasser im Bach verbleiben. Dabei handelt es sich um 200 – 900 Liter pro Sekunde, die im Bach verbleiben sollen. Das heißt auch, dass das Leben im und rund um den Bach zu keiner Zeit gefährdet ist.

Zum Thema „Egger-Bacherl“ betont Windisch, dass dieses Bacherl im Zuge der EU-Wasserrichtlinien bis 2027 sowieso verschwunden wäre. 

Aktuell wartet man auf Seiten der Gemeinde Übelbach nur noch auf einen positiven Bescheid der Wasserrechtsbehörde. Sobald dieser in der Gemeinde eingetroffen ist, soll es mit dem Bau des Kleinkraftwerks losgehen. Wenn es dann in Betrieb geht, sollen ca. 400 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Nach 13 bis 17 Jahren soll das Kraftwerk rentabel sein.

 

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