Kinderbetreuungsgeld

Diese Modelle gibt es

Seit 2017 gibt es in Österreich das Kinderbetreuungsgeld-Konto

Dieses pauschale Kinderbetreuungsgeld erhalten Eltern unabhängig von einer vor der Geburt des Kindes ausgeübten Erwerbstätigkeit.

Modell - Kinderbetreuungsgeld Konto (KBG)

Auf diesem Konto steht pro Kind ein Fixbetrag zu, der von der Dauer des Bezugs unabhängig errechnet wird.

Wie lange die Eltern nun ihren Anspruch auf Bezug des Kinderbetreuungsgeldes geltend machen möchten, bleibt ihnen überlassen. Zur Wahl stehen bei alleiniger Kinderbetreuung eine Bezugsdauer zwischen 365 Tagen bis zu 851 Tagen oder bei geteilter Betreuung durch beide Elternteile zwischen 456 Tagen bis zu 1.063 Tagen.

Bezugshöhe und Bezugsdauer
Ganz egal, wie lange Kinderbetreuungsgeld bezogen wird: allen anspruchsberechtigten Eltern, steht ein gleich hoher Gesamtbetrag zur Verfügung. Dieser beträgt 12.366,20 Euro (wenn nur ein Elternteil das KBG bezieht) oder 15.449,28 Euro (wenn sich beide Elternteile den KBG-Bezug aufteilen).

Wer nimmt
KBG-Konto in Anspruch?


KBG Gesamtbetrag


mögliche KBG
Bezugsdauer *


KBG - Tagsatz
Betrag pro Tag **
(je nach gewählter Bezugsdauer)

1 Elternteil

12.366,20 Euro
von 365 Tage
(12 Monate)
bis 851 Tage
(28 Monate)

max. 33,88 Euro...mind. 14,53 Euro

2 Elternteile

15.449,28 Euro
von 456 Tage
(15 Monate)
bis 1.063 Tage
(35 Monate)

max. 33,88 Euro...mind. 14,53 Euro




* Die Bezugsdauer kann innerhalb dieses Rahmens selbst gewählt werden.** Je kürzer das KBG bezogen wird, umso höher ist der täglich abrufbare Betrag (Tagsatz).


Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld bleibt weiterhin als Option bestehen, wird aber allerdings angepasst.

Modell - Einkommensabhängiges System:

Hierbei können bis zu 80 % der Letzteinkünfte erhalten werden, bis zu maximal 66 Euro täglich. Die Bezugsdauer kann längstens bis zum 365. Tag ab der Geburt des Kindes gewählt werden. Wichtig: Ein Elternteil kann hierbei nie mehr als für die Dauer von 365 Tagen Kinderbetreuungsgeld beziehen.

Dieses Modell ist ein besonders taugliches Angebot an jene Eltern, die sich nach der Geburt ihres Kindes nur eine vergleichsweise kurze Zeitspanne aus dem Berufsleben zurückziehen wollen. Zumeist verfügen sie über ein höheres Einkommen. Für sie ist das KBG daher in dieser Zeit eine Art Einkommensersatz.

Der Bezug des einkommensabhängigen KBG gebührt bis zum ersten vollendeten Lebensjahr des Kindes oder 365 Tage, wenn nur ein Elternteil die Kinderbetreuung übernimmt. Sie gebührt hingegen bis zum vollendeten 14. Lebensmonat oder maximal bis zum 426. Lebenstag des Kindes, wenn sich beide Elternteile der Betreuung ihres Kindes annehmen.

Eltern, die sich den Bezug des Kinderbetreuungsgeldes (annähernd gleich) aufteilen, können sich außerdem einen Partnerschaftsbonus abholen.

Der Partnerschaftsbonus für Paare, die sich die Kinderbetreuung aufteilen

Egal welche Bezugsvariante den Vorzug erhält, wird Paaren, die sich die Kinderbetreuung mindestens im Verhältnis von 40 zu 60 idealerweise 50 zu 50 aufgeteilt haben, nach Ablauf der Bezugsdauer auf Antrag ein Partnerschaftsbonus in der Höhe von je 500,00 EUR oder zusammengerechnet 1.000 EUR für die gemeinsam das Kind betreuenden Eltern gewährt.

Alle Infos zum Kinderbetreuungsgeld gibt’s auf der Seite der Arbeiterkammer. 

Köstinger-Karenz

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