Kein Handyvertrag wegen Krebs

dpa

Tim Lobinger wird Vertrag verweigert

Wegen Krankheit wurde Handyvertrag verweigert 

Dem früheren Stabhochspringer Tim Lobinger wurde nach eigenen Angaben wegen seines Gesundheitszustands ein neuer Handyvertrag verweigert. Seine Anfrage auf ein Angebot mit der Mindestlaufzeit von 24 Monaten wurde abgelehnt. Das sagte Tim Lobinger in der neuen Ausgabe des Magazins "Bunte": „Mit der Begründung, ich könne die Mindestlaufzeit aufgrund meiner Erkrankung ja wohl nicht erfüllen.“

Der Sportstar habe kein Problem damit, offen über seine Krankheit zu sprechen. „Aber die Sache mit dem Handyvertrag fand ich schon krass“, sagte der 46-Jährige. 

"Ich will diesen Kampf gewinnen"

Tim Lobinger leidet seit März 2017 an Leukämie und hat bereits fünf Chemotherapien, eine Stammzellentransplantation und Bestrahlungen hinter sich. Ans Aufgeben denkt der dreifache Vater aber nicht: „Ich will diesen Kampf gewinnen. Natürlich weine ich mal oder liege nachts wach, weil ich mir Sorgen um die Familie mache.“ 

Lobinger knackte im Jahr 1997 als erster deutscher Stabhochspringer im Freien die Sechs-Meter-Marke. 2003 gewann er zudem Gold bei den Hallen-Weltmeisterschaften und drei Freiluft-EM-Medaillen. Nach dem Ende seiner sportlichen Karriere war er vier Jahre lang Athletiktrainer beim Fußballklub RB Leipzig. 

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