Kaum regionaler Honig im Regal

Der Honig aus dem Ausland überwiegt

70 Prozent stammt aus fernen Ländern


Das Ergebnis des aktuellen Einkaufstest (Dezember 2021) der Landwirtschaftskammer fällt nicht sonderlich gut aus. Fast 70 Prozent des Honigs, der in den Supermarktregalen steht, kommt aus dem Ausland. Außerdem ist es auch nicht immer gleich ersichtlich woher der Honig denn eigentlich kommt. Die Landwirtschaftskammer hat deshalb jetzt mehr Transparenz gefordert in dem auf dem Etikett die Herkunftsländer angegeben werden.

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3 FAKTEN

Fakt 1: Knapp 70 Prozent des Honigs in den Regalen kommt aus fernen Ländern. Rechtzeitig zur vorweihnachtlichen Backzeit hat die Landwirtschaftskammer die Herkunft des Honigangebotes in den Supermarktregalen überprüft. „Das Ergebnis ist sehr ernüchternd. In den Supermarktregalen finden sich überraschend viele Honigsorten. Sie kommen aber überwiegend aus fernen Ländern und sind hinsichtlich des Herkunftslandes schlecht gekennzeichnet“, fasst Kammerdirektor Werner Brugner das traurige Ergebnis zusammen. Fast 70 Prozent, exakt sind es 68,8 Prozent, der Honige in den Supermärkten kommen aus dem fernen Ausland und davon sind 90 Prozent Mischhonige. Solche Mischhonige werden beispielsweise von Honigen aus Rumänien, Uruguay, Brasilien und Argentinien zusammengemischt. „Nicht selten haben diese Mischhonige im Glas mehr als 30.000 Kilometer auf dem Buckel, bevor sie bei uns aufs Butterbrot kommen“, kritisiert Brugner die unnötig langen und klimaschädlichen Transportwege. Gekennzeichnet sind diese Mischhonige meist lapidar mit „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“, ohne das Herkunftsland genau anzugeben. Auf Honigen von heimischen Imkern hingegen sind der genaue Name und die Adresse der Imkerei angegeben.



Fakt 2: Selbst die Hälfte des Biohonigs im Supermarkt kommt aus dem Ausland. Der Biohoniganteil liegt bei exakt 18,4 Prozent. Befremdend ist jedoch, dass die Hälfte des BiohonigAngebotes in den Supermärkten ebenfalls ausländische Mischhonige mit der Kennzeichnung „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“ sind. Auch diese Mischhonige kommen weitgereist beispielsweise aus Thailand, Mexiko oder Brasilien.

Fakt 3: Nur 30 Prozent inländischer Honig. „Luft nach oben hat das heimische Honigangebot in den Supermärkten. Nur 31,2 Prozent des in den größten Supermärkten angebotenen Honigs kommt aus Österreich“, sagt Brugner. Davon kommt wiederum ein Drittel aus der Steiermark. Der große Wermutstropfen dabei: Die zwei der größten österreichischen Honiganbieter haben fast nur ausländische Honige und Mischhonige im Sortiment.