Katzenverkauf im Netz

Wenn vermisste Katzen verkauft werden

Hinter Online-Katzenverkauf steckt oft großes Leid


Wer sich eine Katze zulegen will, wird im Internet schnell fündig. Teilweise werden die Samtpfoten sogar zum Schnäppchenpreis angeboten - da gibt's welche um 70 Euro auf willhaben. Oder sogar noch günstiger auf Facebook: mit nur 50 Euro.

Seit Jahrzehnten gibt's allerdings Menschen, die freilaufende Katzen einfach einsammeln und verkaufen. Für den neuen Besitzer bedeutet das dann Probleme! Denn die ehemals freilaufende Katze in einer Wohnung zu halten, ist ein gewaltiger Stress für die Samtpfoten. Deshalb sollen jetzt Rahmenbedingungen geschaffen werden, die helfen sollen, zwischen Streuner und Nicht-Streuner zu unterscheiden.

Keine Identitätspflicht für freilaufende Katzen

Derzeit gibt's für freilaufende Katzen noch keine Identitätspflicht, das heißt, dass sie nicht gechipt werden müssen. Bei vermissten Kätzchen kann deshalb nur schwer nachgewiesen werden, wem das Tier gehört hat, das jetzt im Internet angeboten wird.

Bis jetzt gibt's für freilaufende Katzen nur eine Kastrationspflicht, sollten diese nicht zur Zucht verwendet werden.

Hoffnung auf Registrierungspflicht

Weil es bis dato keine ordentliche Regelung gibt, sind die österreichischen Tierschutzombudspersonen aktiv geworden. Bei der letzten Sitzung des Tierschutzrates wurde ein Beschluss über eine verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung von kastrierten Katzen, die regelmäßigen Zugang ins Freie haben, gefasst.

Sollte die Pflicht fürs „Chippen“ umgesetzt werden, ist eine eindeutige Zuordnung des Tieres möglich. Das würde dann auch klarstellen, ob eine Katze ein Streuner ist oder nicht. Ein weiterer Effekt davon wäre, dass es nicht mehr so einfach möglich ist, eine Katze irgendwo mitzunehmen und zu verkaufen.

Registrierungspflicht für freilaufende Katzen

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